<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949</id><updated>2011-04-21T20:28:38.020+02:00</updated><title type='text'>Die Osterstrassen-Papiere</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://osterstrassen.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>33</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-4312159944873826527</id><published>2008-07-20T17:50:00.001+02:00</published><updated>2008-07-20T17:50:46.545+02:00</updated><title type='text'>Einleitung</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;font-family:Verdana;font-size:10;"  &gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Dieser Online-Blog erschien zwischen Juni 2001 und Dezember 2002 im Skaichannel, der Website meines Freundes Hollow Skai, Musikjournalist und Buchautor. Er war eines von drei parallel laufenden Online-Tagebüchern, die beiden anderen wurden von Hollow und einer Dame namens „Silverlake“ in Kalifornien geführt. Die Blog-Kultur befand sich gerade in ihren Anfängen, und es hat Spaß gemacht, sich ohne irgendeinen thematischen Rahmen und ganz subjektiv über Gott und die Welt auszulassen – von Fußball bis Politik – und dabei private Erlebnisse mit allgemeinen Betrachtungen zu vermischen. Das hatte seine Zeit, der Skaichannel sieht heute anders aus und die „Osterstrassen-Papiere“ verschwanden wieder aus dem digitalen Universum. Aber ein paar Leute müssen meine Ergüsse damals wohl interessiert gelesen haben, denn vor kurzem bat mich ein Herr mit dem schönen Namen Knut Hanssen, jene Schreibereien doch wieder zugänglich zu machen. Als ich die „Osterstrassen-Papiere“ dann zum ersten Mal seit Jahren wieder las, waren sie auch schon für mich ein Stück Zeitgeschichte – meiner ganz persönlichen jedenfalls –, und ich wurde schnell wieder eingesogen in den Film jener Zeit zwischen persönlichem Neuanfang, dem 11. September, Milzbrandalarm und dem Tod meiner Grossmutter und meines Bruders. Es sind mehr Reflexionen als Gefühlsausbrüche, ich gehöre nicht zu den Menschen, die den Drang verspüren, ihre innersten emotionalen Bewegungen in der Öffentlichkeit auszubreiten. In jedem Fall hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass es keine kulturökologische Sünde wäre, der Bitte von Herrn Hanssen – dem ich an dieser Stelle für den Relaunch danke – zu entsprechen und die „Osterstrassen-Papiere“ wieder in die unendlichen Weiten des World Wide Web zu schießen – wem immer sie dort begegnen mögen. Bye, bye!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-4312159944873826527?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/4312159944873826527'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/4312159944873826527'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2008/07/einleitung.html' title='Einleitung'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-2421066719003472408</id><published>2008-07-18T11:17:00.001+02:00</published><updated>2008-07-20T17:18:53.114+02:00</updated><title type='text'>Pfingstmontag, 04.06.2001</title><content type='html'>&lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Ein nasser Tag.&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; Draussen hat es seit heute Mittag Bindfäden geregnet. Ich habe versucht, an meinem Fortsetzungsroman “Der Untergang des Hauses Uscher” zu schreiben, einer&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Ost/West-Trash-Soap um ein fettes 14jähriges Mädchen, das sich autodidaktisch zur Voodoopriesterin ausbildet, um ihrer Familie das Leben zur Hölle zu machen. Aber irgendwie war ich heute blockiert, voller Selbstzweifel und ohne Biss.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Habe dann für BABY und mich Spaghetti mit Pilzen und Ahornsirup gekocht, es schmeckte irgendwie obskur, aber BABY, tapfer wie sie ist, ließ sich nichts anmerken. Vielleicht hatte sie aber auch nur Hunger. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Gestern rief mein Vater an, um mir mitzuteilen, dass meine Oma stirbt. Sie ist 97 und seit 10 Jahren bettlägerig. Sie hat in all den Jahren nicht zu sehr gelitten, sie war einfach gehunfähig und gebrechlich. Seit ein paar Wochen ist sie verwirrt, sie erkennt Leute nicht mehr und sagt, dass sie&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;schon tot sei. Sie muss viel trinken, aber sie weigert sich, weil sie nicht einsieht, warum sie noch trinken soll, wo sie doch schon tot ist. Meine Schwester und ich wollen hinfahren, um uns von ihr zu verabschieden. Vor ein paar Monaten hat sie mir&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;noch ein Gedicht rezitiert, das sie mit ihrer Schulklasse skandiert hat:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;“Der Kaiser ist ein lieber Mann&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;er wohnt dort in Berlin&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;und wär das nicht so weit von hier&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;dann gingen wir heut’ noch hin!”&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Arial;" &gt;Meine Oma hat fast das ganze 20. Jahrhundert durchmessen, und obwohl diese Einteilung willkürlich ist, scheint es doch so, als sei dieses ein besonders rasantes gewesen. Aber wer weiß?&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-2421066719003472408?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/2421066719003472408'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/2421066719003472408'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2001/06/ein-nasser-tag.html' title='Pfingstmontag, 04.06.2001'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-7135227953684178841</id><published>2008-07-17T16:57:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:20:01.423+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 10.06.2001</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;War&lt;/span&gt; mit Schwester und Neffen bei unserer Oma. Ich sah sie zuletzt Weihnachten, der Unterschied war frappant. Auch an diesem sonnigen Tag und bei offenem Fenster war die Nähe des Todes spürbar, auch wenn er „noch nicht im Zimmer“ war. Ihr Blick war wie aus einer Zwischenwelt, sie sprach fast mit der Stimme eines kleinen Kindes, wenn sie kurz aus ihrer Dämmerwelt hervor kam. Mein 6 Monate alter Neffe und seine Urgroßmutter, auch sie jetzt wieder hilflos wie ein Baby: passengers in time, einen Kreis beschreibend...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;In HOMETOWN&lt;/span&gt; herrscht hektische Bauaktivität, aber in erster Linie bei öffentlichen Gebäuden. Neues Rathaus, neuer Busbahnhof, Unterführungen, Umgehungen, Tiefgaragen. HOMETOWN macht sich fit, rückt aber noch nicht so richtig mit der Antwort auf die spannende Frage heraus: Wofür? Es gibt so viele Seltsamkeiten. Die  Fußgängerzone ist gespickt mit glänzenden Parfümerien, eine neben der anderen, die Reihe höchstens unterbrochen von einem Schuhgeschäft. Das müsste eigentlich bedeuten, daß die Bewohner in Duftwolken gehüllt vorbei eilen, aber ich habe nichts dergleichen festgestellt.&lt;br /&gt;HOMETOWN macht einen seltsam fremden, sehr weit entrückten Eindruck auf mich, ein Ort ferner Erinnerung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ich liebe Züge&lt;/span&gt; (wenn sie nicht überfüllt sind). Die vorbeifliegende Landschaft, from station to station. Fernzüge haben noch etwas Besonderes: das Geschlossene der reisenden Gesellschaft, die endlosen Gänge, die Schlafwagen, die mehrtägige Reise. Ein tolles Szenario für Thriller, wofür es ja auch viele Beispiele gibt. Super war einer mit Gene Hackman, der, glaube ich „Narrow Margin“ hieß und in einem Zug quer durch Kanada spielte.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-7135227953684178841?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/7135227953684178841'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/7135227953684178841'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2001/06/war-mit-schwester-und-neffen-bei.html' title='Sonntag, 10.06.2001'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-1666838976090358522</id><published>2008-07-16T11:44:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:20:59.543+02:00</updated><title type='text'>Dienstag, 12.06.2001</title><content type='html'>&lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Heute morgen&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; war der Himmel über Hamburg wolkenlos blau und aus geradezu ruchlosem Optimismus ging ich in Hemingway-Shorts und Sommerhemd in die FIRMA. Eine schwere Fehlkalkulation, denn gegen Mittag hingen die Wolken schon wieder knietief und es waren 13 Grad. Ich fror wie ein Schneider und verfluchte dieses bescheuerte Hamburg-Wetter. Welch ein Unterschied zu Berlin, das manchmal kontinental und unbeweglich in Hitzewellen steht, die jeder Beschreibung spotten. Der letzte wirklich heiße Sommer in Hamburg muß der von 1991 gewesen sein, als wir hier “Wer Böses denkt, soll endlich schweigen” aufnahmen. Wir wohnten im “Hotel Monopol” und während dieser 8 Wochen wurden auf dem Kiez bei verschiedenen Anlässen vier Leute erschossen. Die Hitze hatte den Jugos die Birne komplett weich gekocht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Am Sonntagabend waren wir mit BABYS Vater, seiner neuen Frau und BABYS Bruder essen. Ihr Vater ist ein verschmitzter Bulle, der jetzt pensioniert wird. Er hat einen ziemlich trockenen Humor und auch einen guten Schuss Selbstironie und wir kamen ganz gut klar. Vorher hatten BABY und ich versucht, “The Big Lebowski” anzuschauen, aber dann kam ein Haufen unsinniger Anrufe und wir kamen nur bis zur ersten Bowling-Szene. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Ein Freund aus Berlin&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; ist in ernsthafte Schwierigkeiten geraten, ein Typ, der fast wie “The Dude” war. Der Junge hat&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;i&gt;Geschäfte&lt;/i&gt; gemacht und war dabei ein Träumer und Weltverdränger reinsten Wassers, ein großkotziger Robin Hood in Shorts und Badelatschen. Ein guterTyp, dem ich aus verschiedenen Gründen Dank schulde. Jetzt sitzt er im Urban-Krankenhaus auf der Entgiftungsstation vor dem Fernseher, zeitweilig ruiniert von Mr. Brownstone, seinem Größenwahn und einer Frau. Das kommt mir irgendwie bekannt vor. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Er wird wiederkommen, aber ein paar Dinge muß er jetzt mit sich selbst ausmachen, face to face. Dabei fällt mir die Szene ein, als ich in Aachen gebustet und vor Entzug kotzend auf der Zellenpritsche lag. Ich bekam&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;einen Eimer samt Aufnehmer zum Aufwischen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-size:100%;" &gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Vorletzten Herbst spielten wir noch ein TIPP-KICK-Turnier über mehrere Wochen. &lt;/span&gt;&lt;span  lang="EN-GB" style="font-family:Arial;"&gt;MAN, I keep my fingers crossed!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-1666838976090358522?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/1666838976090358522'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/1666838976090358522'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2001/06/heute-morgen-war-der-himmel-ber-hamburg.html' title='Dienstag, 12.06.2001'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-4717416883652046080</id><published>2008-07-15T17:01:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:22:19.459+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 17.06.2001</title><content type='html'>&lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:10;"  &gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Am Freitagabend&lt;/span&gt; war ich wieder auf der Suche nach dem Guten, Wahren und Schönen. Es gab ein Essen bei SCHWESTER und ein alter Feund aus&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;dem Sauerland war da, Georgie, fanatischer Drucker und mittelständischer Unternehmer. Es war schön, zu sehen, daß der alte Spirit sich nicht verflüchtigt hat, wir waren schnell bei den wichtigen Dingen angelangt und sprachen über Soul und Lyrik (in welcher Form auch immer) als der einzig heilsamen Medizin gegen die Qualen der Zivilisation - abgesehen vom Rotwein und dem psychoaktiven Gemüse, so daß wir bald gemeinsam um den Küchentisch flogen. Jenes Zivilisationsdrama besteht doch darin, als Spezies im Zuge der Evolution ein ständig sich selbst reflektierendes Bewußtsein ausgebildet zu haben, das uns eine Art Trennungsschmerz beschert, das&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Abgenabelt-Sein&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;von der Unmittelbarkeit des reinen Willens, wie ihn die Tiere verkörpern.&lt;br /&gt;Der Abend endete dann in der Havanna Bar mit einigen Caipirinhas und so war gestern ein Tag, der eher langsam begann, mit der Lektüre der „Welt“ und großzügigen Gedanken. Ich sah eine Weile rauchend aus dem Fenster, um dann durch die Warenschächte des Supermarkts mitzuschwimmen, in einer Atmosphäre zwischen Aggressivität und Geilheit. Die knisternden Röcke der Frauen und die schön designte Welt der Markenprodukte - sexy.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:10;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:10;"  &gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Mir scheint&lt;/span&gt;, daß ich ewig keinen tollen Roman mehr gelesen habe, immer bloß historische Sachen wie die Hitler-Biografie von Kershaw. Auch nicht schlecht war „Der weiße Kontinent“ über die Entdeckung der Antarktis. Hollow empfiehlt T.C. Boyle. Könnte ich mal wieder versuchen, „Wassermusik“ war wirklich geil, aber danach fand ich es auch oft länglich. Auch neue Musik geht mir ab, die neue „Depeche Mode“ ist wie immer ganz schön, wenn auch nicht unbedingt elektrisierend. Vielleicht sollte ich mich mal an Doktor’s Playlist orientieren, der hört doch immer nette Sachen in seinem Office.Und im Kino sollte ich mir wenigstens „BlackBox BRD“ ansehen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:10;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:10;"  &gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Heute ist der 17. Juni&lt;/span&gt;, früher mal „Tag der deutschen Einheit“ und Gedenken an den Ostberliner Aufstand im Spätstalinismus. Ich las in dem Buch „Gesicht des 20. Jahrhunderts“ von Hans-Peter Schwarz über die „großen Monster“ der jüngeren Geschichte. In der Linken galt Lenin im Vergleich zu Stalin ja lange als netter Onkel. Und er konnte ja auch wirklich rührend sein: „Manchmal möchte ich den Menschen über die Köpfe streicheln, aber die Zeiten sind nicht so. Man muß sie einschlagen, erbarmungslos einschlagen.“ Ich erinnere mich, das ich Lenin als 15jähriger in Heldenpose gezeichnet habe. Die 70er waren schon seltsam, naiv und elitär zugleich.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:10;"  &gt;Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert. Schwarz’ Einschätzung der großen politischen Persönlichkeiten des Jahrhunderts ist interessant: Besonders inspirierend finde ich seine Interpretation des „Charakters“ der großen Führungsfiguren der Krieg- und Krisenzeiten. Im hinteren Teil ordnet er Reagan und Thatcher unter die „Radikalreformer“ ein, das ist irgendwie originell, auch nicht wirklich zu bestreiten, da beide radikale, schwer durchsetzbare Schnitte gemacht haben, die die innere Lähmung ihrer Länder gelöst haben. Allerdings sind die Spätfolgen z.B. des Thatcherismus in Gestalt der Agonie der sozialen Dienste auf der einen und des neureichen Zynismus auf der anderen Seite äußerst unappetitlich. Kennedy ist bei Schwarz ein ziemlicher Poser, auch das hat Einiges für sich, allerdings war sein historischer, erfolgreich bestandener&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Showdown mit Chruschtschow wegen Kuba auch nicht gerade eine Kaffeefahrt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:10;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:10;"  &gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Tata!! Kinskis Gedichte&lt;/span&gt; sind aufgetaucht. Damals war er noch blutjung, aber wie man sieht, schon genauso wahnsinnig. Kraftvoll, absolut. Dieser Typ hat mich schon immer fasziniert. Meine Exfrau, die Fotografin, hatte mal eine Portraitsession mit ihm gehabt, sie mußte mir alles im Detail erzählen. Sie hat behauptet, das da nichts vorgefallen sei, aber&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;ein paar Jahre später las ich in seiner Autobiografie diese Gechichte in einer ziemlich saftigen Version. Ich war irritiert und amüsiert zugleich. Der Mann hat ja immer gern dick aufgetragen, aber wer weiß? Jedenfalls hat mich dieser Maniac letztes Jahr zu einem kleinen Couplet inspiriert, das ich an dieser Stelle mal zum Besten geben will:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:10;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family:Helvetica;"&gt;klaus kinski ißt ein brot&lt;span style=""&gt;    &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Helvetica;"&gt;© havaii 2000&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:Helvetica;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;        &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0); font-style: italic;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:Helvetica;"&gt;er verlangt ein sandwich&lt;br /&gt;man bingt es ihm&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;eilig&lt;br /&gt;denn alle wissen&lt;br /&gt;dies ist ihm heilig&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0); font-style: italic;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:Helvetica;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;      &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0); font-style: italic;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:Helvetica;"&gt;im blick nackter wahnsinn&lt;br /&gt;er krallt&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;seine beute&lt;br /&gt;mit zitternden lippen&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0); font-style: italic;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:Helvetica;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0); font-style: italic;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:Helvetica;"&gt;klaus kinski ißt ein brot&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0); font-style: italic;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:Helvetica;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;                &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0); font-style: italic;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:Helvetica;"&gt;die menschen sie starren&lt;br /&gt;wie gelähmt auf die szene&lt;br /&gt;blutiges roastbeef&lt;br /&gt;tropft von seinen zähnen&lt;br /&gt;der leibhaftige satan&lt;br /&gt;macht hier seine brotzeit&lt;br /&gt;das brot und&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;klaus kinski&lt;br /&gt;eine schaurige hochzeit&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0); font-style: italic;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:Helvetica;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;        &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0); font-style: italic;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:Helvetica;"&gt;er reisst sie in stücke&lt;br /&gt;die arglose schnitte&lt;br /&gt;er malmt und er speichelt&lt;br /&gt;was kümmern ihn dritte?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0); font-style: italic;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:Helvetica;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;                        &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0); font-style: italic;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:Helvetica;"&gt;der rasende lutscht schon&lt;br /&gt;an den letzten krumen&lt;br /&gt;da fällt sein blick&lt;br /&gt;auf die ausstattungsblumen&lt;br /&gt;ein geheul des triumphes&lt;br /&gt;entringt sich dem munde&lt;br /&gt;er wirft sich nach vorn&lt;br /&gt;in die weichende runde&lt;br /&gt;nichts kann ihn stoppen&lt;br /&gt;der tobende schreit:&lt;br /&gt;ich fresse die blumen!&lt;br /&gt;Ihr arschlöcher! weicht!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0); font-style: italic;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:Helvetica;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;                &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0); font-style: italic;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:Helvetica;"&gt;er frisst die blumen&lt;br /&gt;und auch noch die vase&lt;br /&gt;doch das ist nur ein vorspiel&lt;br /&gt;zur wahren extase&lt;br /&gt;das objekt der begierde&lt;br /&gt;wer kann es verhindern?&lt;br /&gt;ist der hintern der drallen&lt;br /&gt;regieassistentin&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0); font-style: italic;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:Helvetica;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;        &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0); font-style: italic;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:Helvetica;"&gt;er schultert das weib&lt;br /&gt;seine wimmernde beute&lt;br /&gt;flucht&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;auf französisch&lt;br /&gt;und sucht mit ihr das weite&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0); font-style: italic;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:Helvetica;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;      &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0); font-style: italic;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Arial;font-size:10;"  &gt;die zurückgebliebenen&lt;br /&gt;sehen sich&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;schweigend an&lt;br /&gt;wohl dem, der dem dämon&lt;br /&gt;diesmal entrann&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-4717416883652046080?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/4717416883652046080'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/4717416883652046080'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2001/06/am-freitagabend-war-ich-wieder-auf-der.html' title='Sonntag, 17.06.2001'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-9015009659721611199</id><published>2008-07-14T11:49:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:23:19.574+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 01.07.2001</title><content type='html'>&lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;HOT IN THE CITY&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; – jetzt ist es doch brüllend heiß in Eimsbush und Barmbek, oft drückend schwül. Zwischendurch krachen Gewitterfronten aufeinander und es schüttet wie aus Kübeln. Wir sind nachts auf die leergefegten Strassen raus und haben uns nass regnen lassen wie zwei Katzen. Auch heute ist es schwül in der Wohnung, aber durch das weit geöffnete Fenster sehe ich, dass in den grossen Bäumen gegenüber Wind aufkommt. Einen Block weiter hupt eine Auto-Alarmanlage. Ich spüre, wie die Dinge in Bewegung kommen...&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;BLACKBOX BRD &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;war ein Erlebnis, ein hypnotischer, genial montierter Film. Es geht um zwei komplett unterschiedliche Biografien, die auf tödliche Weise miteinander verstrickt sind: RAF-Kämpfer Wolfgang Grams und Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen: der eine ein Kind der linken WGs mit moralischem Absolutheitsanspruch, der andere ein maßlos ehrgeiziger Aufsteiger mit einem späten Bekehrungs-Erlebnis. Die einfachen Eltern von Grams in ihrer Traurigkeit und dem gegenüber Herrhausens Witwe, elegant und genauso traurig. Dazwischen immer wieder der Konvoi aus drei gepanzerten Benz-Limousinen, aus dessen Mitte Herrhausens Wagen per Lichtschranke präzise herausgebombt worden ist.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Die Interviews mit Familien und Freunden sind sehr erhellend, sie liefern den Schlüssel zu den tieferen Schichten von Menschen, die man bisher mehr als halbreale Symbolfiguren zweier bis auf den Tod verfeindeter Lager wahrgenommen hat. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;INSEKTEN&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; tanzen vor dem Fenster, die eigentlichen Herren des Planeten, jedenfalls in der sichtbaren Dimension. Aber auch Parasiten sind beeindruckend.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;So las ich über einen Wurm, der im Laufe seines Lebens mehrmals sein Wirtstier wechselt und zunächst Elche befällt. Um auf seinen nächsten Wirt, den Wolf überwechseln zu können, veranlasst er den Stoffwechsel des Elches ein Geruchssekret zu produzieren, das Wölfe auf besonders weite Entfernung wittern können.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;b style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;AUF&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Arial;" &gt; andere Art bizarr war die “Dschungelnacht” bei Hagenbeck, bei der sich Familienverbände in Marschsäulen über schmale Wege durch den abendlichen Zoo wälzten. An jeder Wegkreuzung lauerten Leuchtspielzeug-Händler, die das Geschäft ihres Lebens machten und wir fanden uns inmitten einer Prozession von lärmenden kleinen Leuchtzwergen, die mich an einen St.-Martins-Umzug erinnerte. Dazu spielte eine Liveband Oldie-Rock und die Zootiere hatten sich, so gut es ging, ins Dunkle zurückgezogen. Nur ab und an konnte man zwischen dem Meer aus Köpfen die Silhouette eines Flamingos oder eines Seelöwen erkennen. Im Dschungel herrschte Stau, auch verursacht von den Schlangen vor den Eis- und Pommesbuden, die an strategisch wichtigen Punkten den Weg versperrten. Bevor das Feuerwerk gezündet wurde, machten wir uns auf den Heimweg.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-9015009659721611199?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/9015009659721611199'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/9015009659721611199'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2001/07/hot-in-city-jetzt-ist-es-doch-brllend.html' title='Sonntag, 01.07.2001'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-5734152308405969234</id><published>2008-07-13T11:56:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:23:55.700+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 08.07.2001</title><content type='html'>&lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;HITZE&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; und Gewitter. Wir waren wieder draußen, saßen unter dem dichten Blätterdach eines großen Baumes “am Weiher”, während hinter den schwarzen Silhouetten der Bäume die Blitze zuckten. Die dumpfen Explosionen&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;des Donners waren bis in die Magengrube zu spüren. Dann begann der Regen, rauschend und stetig brachte er die Wasseroberfläche des Teiches zum Kochen und wir schwiegen und fühlten uns gut. Auf der gegenüberliegenden Seite, im schwarzen Schatten eines Hauses, glomm eine Zigarette.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Später saßen wir bei offenem Fenster in der Küche, tranken Wein und hörten Pink Floyd und Massive Attack. Meine Gedanken wanderten zurück in meine Kindheit, die Welt der Bilderbücher und Butterbrote, der ersten Momente entrückten Glücks. Das Buch mit den Füchsen, das leicht gesalzene Butterbrot, die Katze, die über die Wiese schnürt, die hinter dem Gartenzaun beginnt. Ein paar Sommerwolken und&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;leises Besteckgeklapper aus der Küche. Jetzt sehe ich den Schmetterling über der Wiese und wie die Katze das dicht über den Halmen tanzende Ding mit zuckendem Schwanz fixiert. Bevor sie springt, hat sich der irrlichternde weiße Fleck in die Höhe erhoben und ist aus meinem Blickfeld verschwunden. Ich blinzle in die Sonne, aber ich kann ihn nicht mehr sehen. In der Ferne singt eine Kreissäge und die Katze schnürt weiter durch das trockene Gras in Richtung Bahndamm.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;TRIUMPH &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;und Desaster - erst wenn man beide mit derselben Gleichmut hinnimmt, hat man Größe. Das hat Rudyard Kipling sinngemäß so gesagt - an beiden Dingen hat es in meinem Leben nicht gefehlt, das mit der Gleichmut lerne ich noch - diesen Satz fand ich auf den ersten Seiten des Buchs “Verbrannte Tage” von James Salter. Ein Buch, das sehr gut anfängt und die richtigen Schwingungen hat. Ich habe es im Regal des Buchladens gesehen und gekauft, weil mir der Titel und der Umschlag so gut gefielen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;b style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;BERLIN&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Arial;" &gt;&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;brodelte wie immer, anders als Hamburg, das dagegen etwas monoton wirkt, und ich dachte an den Sommer vor 2 Jahren, als ich viele heiße Wochen hindurch an meinem Schreibtisch saß und schrieb oder irgendetwas Grafisches machte. Von meinem Platz aus hatte ich den Sonnenuntergang über den Dächern Schönebergs vor Augen, geradeaus die Gedächtniskirche und rechts die Skyline des Potsdamer Platzes. Aber auch Hamburg hat seine Reize und ich fühle mich schon ganz wohl hier, auch wenn ich Berlin öfter vermisse.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-5734152308405969234?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/5734152308405969234'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/5734152308405969234'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2001/07/hitze-und-gewitter.html' title='Sonntag, 08.07.2001'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-9102913820539132830</id><published>2008-07-12T17:14:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:24:49.879+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 15.07.2001</title><content type='html'>&lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:10;"  &gt;VOR&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:10;"  &gt; ein paar Tagen kam JAH in mein Office, um zu hören, was ich zum Tod von Herman Brood denke. Ich hatte überhaupt noch nichts davon gehört und war erst mal sprachlos. Herman ist in Amsterdam aus einem Hotelfenster gesprungen und hat einen Brief hinterlassen, in dem steht, dass er einfach keine Lust mehr habe. Er muss Anfang oder Mitte Fünfzig gewesen sein und er war nach wie vor viel live unterwegs, tauchte um die Weihnachtszeit regelmäßig in Deutschland auf, um ein paar Gigs zu spielen. Es ist ewig her, daß ich ihn live gesehen habe, das letzte Mal muß so 1983 gewesen sein, als er in Hagen gastiert hat. Ich habe Herrman immer sehr geschätzt, seine Art von Rock ‘n’ Roll war pur und gelebt. Ende der Siebziger hatte er eine heftige, aber kurze Blütezeit, danach machte er auf kleinerem Level weiter, ohne dass ihn das allzusehr zu berühren schien. Er begann auch zu malen. Mehr als die Hälfte seines Lebens war er ein Junkie und Trinker, zäh und auf wächserne Art konserviert, mit seinem hageren Gesicht und seinem sinnlichen Grinsen das lebendige Klischee eines Rock ‘n’ Rollers. Seine Musik hatte etwas Messerscharfes und Nervöses, immer kurz vor dem Sprung.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Ich dachte , er würde ewig leben. Damals in Hagen zogen wir nach dem Konzert zusammen los, dabei waren zwei seiner wie immer sehr attraktiven Background-Sängerinnen, die allerdings im Laufe der Nacht irgendwie verlorengingen. Wir besuchten MAUSI, die in unserem damaligen Büro ein Zimmer bewohnte und dort eine Art Frisiersalon betrieb. Sie schnitt Herman die Haare, während er ein Gedicht schrieb, in dem er seine eigene Kunstsprache auf „Extrabreitsz“ anwandte und das ich heute noch besitze. Nachdem wir dann durch verschiedene Läden gezogen waren (das war damals in HOMETOWN tatsächlich noch möglich), machten wir, während es draußen hell wurde, im Passbildautomaten in der Bahnhofshalle gemeinsam Fotos: Die Köpfe eng beieinander, mit zu Berge stehenden Haaren und weit aufgerissenen Augen, zwei zeitweilige Brüder im Wahnsinn.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:10;"  &gt;Als JAH ein paar Tage später die Bilder sah, zeichnete er danach mit Wachsmalstiften ein Porträt von mir, mit verwischten Gesichtszügen, aus denen helle Augen wie Halogenscheinwerfer hervorstachen und Haaren, aus denen grünliche Flammen züngelten. Ein interessantes Bild, das, wie die Passbilder, leider verloren gegangen ist.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:10;"  &gt;Dass Herman wie Chet Baker, der ebenfalls ein Junkie war, bei einem Sturz aus einem Amsterdamer Hotelfenster ums Leben kam, ist schon eine seltsame Parallele und vielleicht sogar gewollt. Er war, natürlich, ein äußerst sensibler Junge, einer, der nie erwachsen wird und auf einem Seil über dem Abgrund turnt, getrieben von unstillbarer Sehnsucht nach Höhe und Geschwindigkeit. So long, Herman!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:10;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:10;"  &gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:10;"  &gt;DIE&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:10;"  &gt; Tauben im Hof sitzen auf den schrägen Dächern, als warteten sie auf ihre Chance. Die Rabenattrappen, die seit einiger Zeit in Massen auf den Balkongeländern auftauchen, sind längst als Pappkameraden erkannt, das Flattern und Gurren und Scheißen geht unvermindert weiter. Seit „Die Vögel“ habe ich wirklich eine leichte Phobie, zumindest wurde sie dadurch verstärkt. Als ich neulich auf dem Parkplatz in Barmbek eine Zigarette rauchte, nahm ich plötzlich direkt neben mir einen echten Raben wahr, der nur etwa 2 Meter von mir entfernt auf einem Fahrradlenker saß. Ich erschrak heftig und machte gleich ein paar Schritte zurück. Dann ging ich in einem großen Bogen um den Vogel herum, der mich mit weit geöffnetem Schnabel und sich ruckartig drehendem Kopf beobachtete. Ich konnte seinen roten Schlund sehen und die Härchen auf meinen Armen richteten sich auf.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Arial;font-size:10;"  &gt;Langsam ging ich um die Ecke des Hauses, den Blick unverwandt und voller Vorsicht auf den Raben gerichtet, dessen eines für mich sichtbares Auge jede meiner Bewegungen verfolgte. Ich war erleichtert, als sich die große Glastür hinter mir schloss.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-9102913820539132830?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/9102913820539132830'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/9102913820539132830'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2001/07/vor-ein-paar-tagen-kam-jah-in-mein.html' title='Sonntag, 15.07.2001'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-924956479826771601</id><published>2008-07-11T11:59:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:25:48.398+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 05.08.2001</title><content type='html'>&lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;DAS&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; freitägliche Absinth -Trinken mit Hollow und dem Doktor war ein voller Erfolg. Man hatte mir versprochen, dass ich mich wie ein Möbelstück fühlen würde und in heller Vorfreude hatte ich mich schon gefragt, ob mir der Aggregatzustand eines Fernsehsessels oder der einer schweren Eichenschrankwand mehr zusagen würde. Tatsächlich schien ich mit dem Sofa, auf dem ich saß, zu verwachsen - in einem etwas abgehobenen, leicht klebrigen Zustand führten wir eine Art Kamingespräch über den Zustand der Welt - allerdings ohne Kamin. Genua erschien uns als Fanal - das die Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit auf eine Bewegung lenkt, die ganz grundsätzliche Fragen zum Sinn jenes Hamsterrads aufwirft, das in seiner unerbittlichen Logik alles auf seine Verwertbarkeit reduziert. Zwischendurch legte Hollow mit langsamen Bewegungen Vinyl-Platten auf und es schien uns absolut plausibel, dass gewisse Gemälde in solchen Turns entstanden sind - in einem weltabgewandt-kreativen Grundrauschen. Die begleitende Wirkung des Alkohols war natürlich spürbar, allerdings auch nicht zu verwechseln mit der Wirkung dieses speziellen Stoffs. Später stemmten wir uns aus den Sesseln hoch, um noch eine Runde zu drehen. Auf imaginären, leicht schlingernden Hover-Boards bewegten wir uns&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;durch einige Läden. In einem saßen die Leute in schweren Wohnzimmergarnituren aus den 70ern und 80ern. Der an einen leicht angeschlagenen Sektenprediger erinnernde rastagelockte DJ stand steif auf seiner stark erhöhten Empore und winkte zu den massiven Bassriffs mit der hoch&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;erhobenen Hand. Es gab einige sehr gut aussehende Frauen dort und ich stellte fest, dass Absinth nicht nur kontemplativ, sondern irgendwie auch geil macht und eilte heim zu BABY.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;DAS&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; nervtötende Gezerre um die TV-Rechte für unseren heiligen Fussball und die demonstrative Müdigkeit der neuen RAN-Sendung legen nur einen Schluss nahe: Die demoralisierten Fussballfans sollen in Scharen Premiere zugetrieben werden, ein roher Kraftakt, der von den Managern der Klubs unterstützt wird - O tempora! O mores!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;b style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;KAMINGESPRÄCHE:&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Arial;" &gt; In der Speer-Biografie von Fest ist die Atmosphäre der seltsamen Nachtrunden, die sich auf dem Berghof um den Tyrannen scharten, wirklich anschaulich dargestellt: Der abwechselnd über Kunsthonig, die Schädlichkeit des Rauchens, Hunderziehung sowie Sinn und Unsinn des Skifahrens monologisierende Führer, umgeben von einer höfischen Blase, die sich innerlich Luft zufächelt und doch über alle Maßen glücklich ist, dabei zu sein...&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-924956479826771601?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/924956479826771601'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/924956479826771601'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2001/08/das-freitgliche-absinth-trinken-mit.html' title='Sonntag, 05.08.2001'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-6369481084110612608</id><published>2008-07-10T17:17:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:27:18.751+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 12.08.2001</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;AM Abend zuvor&lt;/span&gt; hatte ich noch mit KLEINKRIEG über den famosen Unterhaltungswert von Calli Calmund gesprochen – da lieferte der rheinische Kugelkörper in „Ran“ eine grandiose Show ab. Bei allem Elend des Free-TV-Fussballs – dieser Auftritt war wirklich sehenswert. Nachdem BILD sich die Woche über schon um ein vorzeitiges Ableben des dicken Schlickenfängers gesorgt hatte („Frisst Calmund sich zu Tode?“) und in einer anderen Gazette eine atemberaubende Reportage über eins seiner 4-Gänge-Gelage erschienen war, konterte Calli alle Gerüchte mit präzisen Angaben über seine Blutwerte und der mit Hilfe eines Wasserglases durchgeführten Demonstration einer Anti-Hunger-Pille, die sich im Magen schwammartig ausdehnt und „den Rezeptoren signalisiert: Calli, du muss nit mehr weiterfressen, du bist jetzt satt“. Anschliessend hielt er eine flammende Rede für die Verdienste des wegen eines umstrittenen Medikaments in die Schusslinie geratenen Bayer-Konzerns. So vielen Menschen sei durch Bayer-Tabletten schon geholfen  und „so viele Schmerzen gelindert“ worden. Die menschlichen Bekenntnisse fielen  zuhauf aus Callis Geniesser-Mündchen – die Spätfolgen des Daum-Syndroms, der Stress mit Berti – auch Wontorra erwachte im Gespräch mit dem begnadeten Populisten kurzzeitig aus seiner Lethargie und zeigte den Ausdruck echten Entzückens über die Performance dieses lustigen Schlitzohrs.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;GELD schiesst doch Tore&lt;/span&gt; – eine WamS-Headline zum Traumstart des BVB -  es scheint mir aber auch, dass der Verein diesmal eine wirklich glückliche Hand gehabt hat und das war ja nun nicht immer der Fall. Schon letzte Saison zeichnete sich ab, was Rosicky alles kann: Diese plötzlichen tiefen Pässe per Scherenschlag oder aus dem Fussgelenk – präzise abgefeuerte Billardkugeln, die in souveräner Kenntnis der Laufwege und der Geschwindigkeit ihren Adressaten erreichen – sich sozusagen punktgenau in seine Schrittsequenz einklinken. Die Viererkette steht im Regen - jeder Blinde sieht: nie und nimmer Abseits – die Körpertäuschung von Amoroso – drin. Die Tschechen waren immer gut beim „in die Gasse spielen“ und Rosicky setzt allen die Krone auf – ein strahlender Beweis für die Behauptung, dass es am Ende nicht hochgezüchtete Renner und Treter sind, sondern kreative, gewitzte Typen, die Spiele entscheiden. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich hatte immer schon ein Faible für die Tschechen – besonders für ihre  Kinderfilme – später lernte ich, dass sie auch als Waffenhersteller Weltruf geniessen – eine selten krude Mischung...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Aber auch die Anderen leisten Grosses. Reuter ist schnell wie der Wind – sein dritter Frühling - Jürgen Kohler hat wieder die Ausstrahlung eines kugelfesten deutschen Panzerkommandanten, Lars Ricken, der Dortmund verkörpert, blüht auf in der Gesellschaft der offensiven  Virtuosen – der BVB beginnt die Serie mit brillantem Fussball – es kann eine grosse Saison werden...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-6369481084110612608?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/6369481084110612608'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/6369481084110612608'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2001/08/am-abend-zuvor-hatte-ich-noch-mit.html' title='Sonntag, 12.08.2001'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-165529311620713984</id><published>2008-07-09T12:04:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:28:03.439+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 19.08.2001</title><content type='html'>&lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;ICH&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; träumte,&lt;b&gt; &lt;/b&gt;ich sei mit Zigeunern unterwegs. Einer von ihnen hatte im Straßengewühl versucht, meine Brieftasche zu stehlen, was ich bemerkt hatte. Ich stellte ihn zur Rede und er gab sie mir mit breitem Grinsen und einer kaum verständlichen Bemerkung in der Art von “Versuchen kann man’s ja mal” zurück. Aus irgendeinem Grunde schloss ich mich ihnen an und wir fuhren in einer großen Limousine über Land...&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;DIE&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; Zeit rast und die äußeren Ereignisse überspülen oft die Klippen der Selbstreflexion. Wie in einem Zug, dessen Fenster verblendet sind, reise ich durch den Projekttunnel, absorbiert vom Katakombensystem des dunklen, mysteriös-kindischen Humors – UND MEIN KOPF FLIEGT VORAN UND MEIN HERZ TUT,WAS ES KANN – die Fliehkräfte sind erheblich und manchmal träume ich von den Stränden von Bohemia.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;NACHMITTAGSLÄRM&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; von der Straße – ein kühlender Luftzug geht durch den Raum – die leichte Depression, die mich befallen hatte, wandelt sich träge in Gedankenenergie. Die Nerven sirren nur noch leise, aber in der Ferne steht die Frage: QUO VADIS?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Ich muss an einige Typen denken, die ich kannte: an “Freddie, den Vollstrecker”, “Schwester Hildegard”, den “Sekretär”, “Joe Galushi” – all these beautiful losers, entweder von eigener Hand oder durch Krankheit hinweggerafft – ihre Energie kreuzte meine – mein Film geht noch weiter und irgendwann im letzten Jahr in Berlin schrieb ich:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Arial;" &gt;In einem dunklen Wald&lt;br /&gt;Musst du laut singen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Arial;" &gt;Sonst singt der Wald sein Lied mit dir&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Arial;" &gt;Sing! – sonst wird er dich verschlingen&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Arial;" &gt;Die Melodie ist tief in dir&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-165529311620713984?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/165529311620713984'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/165529311620713984'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2001/08/ich-trumte-ich-sei-mit-zigeunern.html' title='Sonntag, 19.08.2001'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-9087729167446196997</id><published>2008-07-08T12:16:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:28:54.740+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 02.09.2001</title><content type='html'>&lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;SCHON&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; den ganzen Tag regnet es Bindfäden und alle sagen, der Sommer sei jetzt vorbei. Das sagen die Leute gern, mit so einer Art Lust am Untergang und an pessimistischen Prognosen. Ich lasse die Frage für mich offen, eine Regenwoche macht noch keinen Herbst und außerdem war der Sommer besser als ich noch Anfang Juni dachte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Allerdings passt solcherlei Melancholie zur allgemeinen Stimmung. Die Wirtschaft dümpelt in der Flaute, weil von jenseits des Atlantik keine Brise mehr weht, die “New Economy” entlässt ihre bunthaarigen und riskant rasierten Kinder und der Kanzler an der Leadgitarre zeigt “Old Slowhand” Clapton, was eine Harke ist. Auch die Vergnügungsbranche ist überhaupt nicht lustig – die Werbeinvestitionen gehen zurück, was zu noch mehr Stagnation im TV führt und das Röcheln der Musikindustrie hört man schon kaum noch, so schwach sind die Geräusche. Zu all dem dann auch noch das niederschmetternde 1:5 gestern gegen England – DEUTSCHLAND im Regen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;SCHÖN&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; war allerdings F.X.Kroetz‘ Trash-Szenario zum 4.Todestag der “Königin der Herzen” gestern in der WELT. Die Frage, was wohl weiter passiert wäre, wenn es eben nicht zu jenem Tunnelaufprall gekommen wäre, beantwortet der Gute mit einem schön irrwitzigen Plot. Neben Dodi und seinem einbürgerungsgeilen Vater spielen auch Charles und Rottweiler Camilla (“Hat die Stute mal wieder ein Fick-In veranstaltet?”) tragende Rollen. Am Ende bläst ein Geheimdienstmann Dodi und Di, die sich mit einem Schokoriegel in die Dusche geflüchtet hat, mit einer Handgranate das Licht aus, um die ganze Sauerei dann der IRA in die Schuhe zu schieben. Diese reizende kleine Geschichte versüßte mir meinen Samstagnachmittag und bestärkte mich noch mal in meinem Vorhaben, endlich an meinem Roman “Der Untergang des Hauses Uscher” weiter zu schreiben – leider komme ich nur sporadisch dazu.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;SO&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; verplätschert das Wochenende. BABY löst Kreuzworträtsel, was sie sonst nie tut und später sehen wir uns “Planet der Affen” an. Die BamS hat das gestrige Fussball-Desaster erwartungsgemäß nicht verkraftet, im Kiosk um die Ecke haben offensichtlich die Besitzer gewechselt , die Tauben im Hof gurren und flattern und verlieren Federn. Irgendwo in mittleren Westen der USA scheißt&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;gerade ein Gürteltier in einen alten Hut, der früher mal dem Sheriff von&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Corpus Christi gehört hat. Wie der wohl dahin kommt?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Arial;" &gt;Inzwischen hat der Regen aufgehört und durchs Fenster, von dem ich auf den Heußweg blicken kann, sehe ich einen riesigen Mann die Strasse überqueren. Seine Beine scheinen steif zu sein, er zieht sie aus dem Hüftgelenk nach vorn, leicht vorgebeugt. Er raucht eine Filterlose und schnippt die Asche ab, die auf den Revers seines großen dunkelroten Jackets landet. Leicht mit den Armen rudernd verschwindet er aus meinem Blickfeld.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-9087729167446196997?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/9087729167446196997'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/9087729167446196997'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2001/09/schon-den-ganzen-tag-regnet-es-bindfden.html' title='Sonntag, 02.09.2001'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-7677231846116219342</id><published>2008-07-07T12:24:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:29:39.185+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 09.09.2001</title><content type='html'>&lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;HERBST,&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; jetzt doch. In den Opiumhöhlen rund um die Nordhalbkugel gehen die Pfeifchen an, in Wien prüft man die Belastbarkeit der Fensterkreuze und&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;die von Fidel Castro trainierten und auf die amerikanischen Küsten angesetzten Haie fordern einen schrecklichen Blutzoll unter den dicken US-Kids. Da holt man seine Tim und Struppi-Hefte wieder heraus, setzt sich unter die alte Stehlampe, die dieses warme, gelbe Licht verströmt und fühlt sich richtig gemütlich. Dazu läuft BRAN VAN 3000:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="EN-GB" style="font-family:Arial;"&gt;I am your state of mind &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="EN-GB" style="font-family:Arial;"&gt;so why can’t you be&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;exactly like me&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;KULTURELL &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;gesehen war das Wochenende durchwachsen: der BVB abgezockt von Bayern, der völlig mutierte Michael Jackson startet einen Relaunch (warum, um alles in der Welt, hat ihn Spielberg nicht in seinem Roboter-Melodram besetzt?), Lauterbach schwört der Rumfickerei ab und heiratet eine leicht unterbissige Brünette.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Ich&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;blieb den ganzen Tag im Bett, weil BABY in Köln weilte, las eine Magda-Goebbels-Biografie und aß abends zwei Pizzen hintereinander, bevor ich mir im Sportstudio das tief frustrierende 0:2 noch mal ansah. Um 16.46 h hatte ich bereits eine höhnische SMS von DROESE, dem notorischen Bayern-Knecht erhalten. Ich war noch völlig ahnungslos und deshalb doppelt wütend.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Überhaupt&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;DROESE: Vor 2 Wochen war ich mit ihm bei Green Day in der “Freiheit” Mit untrüglichem Killerinstinkt schoss er mich mit Wodka und Bier dermaßen ab, dass ich mit einem kaputten Handy und einem Kater endete, an dem ich 2 Tage zu knacken hatte. Jetzt liegt er, einem kapitalen Grönlandwal ähnlich, irgendwo in Spanien am Strand und denkt sich SMSen aus, in denen er sich als “Tagessieger Green Day” feiert. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;GROSSE&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; Freude über die Badefotos des Verteidigungsministers. In der nächsten Serie wird man sicher sehen, wie der liebesdulle Rudolf seiner Gräfin nach einem arbeitsreichen Tag an der Mazedonienfront abends vor dem Fernseher kleine, selbst zubereitete Schnittchen in den Mund schiebt, was diese zwischen zwei Happen mit einem Kuss auf seine Nase returniert. Oder vielleicht beim gemeinsamen Fußnägelschneiden?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Der turtelnde Dämlack ist wirklich TRASH und passt prima in die Badelandschaft des seichten Politainments, in der sich die Politikerdarsteller immer lieber tummeln. Man planscht in den Nichtschwimmerbecken der PremierTalkshows und pfeift beflissen die gerade populären Gassenhauer mit – die Mittelmäßigkeit dieser dümmlich-schlauen Figuren ist unglaublich.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;SCHÖNE&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt; Aussicht an der Elbe – wir lagen unter einem Baum und betrachteten träge blinzelnd die vorüberziehenden Schiffe. Wir teilten einen Apfel und aßen Kokoszwieback. Es roch nach sattestem Sommer und ein wenig nach einem fernen Feuer. BABYS Waden waren in rötliches Gold getaucht. Wir lasen und rauchten und dösten in der hitzedurchtränkten Luft.&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-7677231846116219342?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/7677231846116219342'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/7677231846116219342'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2001/09/herbst-jetzt-doch.html' title='Sonntag, 09.09.2001'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-8656652542093370270</id><published>2008-07-06T12:26:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:30:38.783+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 30.09.2001</title><content type='html'>&lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;EIN SCHWARZER SEPTEMBER &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;geht zu Ende, Tage der Verstörtheit und des Nebels, des Propagandageschreis und der gemischten Gefühle, der Nachdenklichkeit und der schlimmen Ahnungen. Der BIG BANG von New York hat kurzfristig eingemottete Ängste geweckt, plötzlich ist nicht mehr vom “Ende der Geschichte”,die Rede, sondern vom Krieg. Der moderne Terrorismus ist seit den Siebzigern zu einem scharf kalkulierenden und furchterregenden Krieger herangewachsen, dessen Gnadenlosigkeit gegen sich und andere die Scharmützel von damals beinahe wie Sandkastenspiele erscheinen lässt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Ein “Feldzug gegen den Terror” hat begonnen, die Führungsmacht der Welt fordert ultimativ Gefolgschaft und die deutsche Regierung, die natürlich keine andere Wahl hat, gewährt sie “bedingungslos”. BILD suhlt sich wochenlang in Blut und Trümmern und überschüttet Amerika mit peinlichen Liebeserklärungen (...”weil James Dean in einem Porsche starb”), andere weisen darauf hin, dass “so was von so was kommt” und meinen die doppelzüngige Hegemonialpolitik der USA im nahen und mittleren Osten. Die Russen mit ihrem Tschetschenien-Problem, die Israelis, die den unvermeidlichen Rückzug aus den besetzten Gebieten nicht zulassen wollen und die Chinesen, die ebenfalls genug auf dem Kerbholz haben, um selbst terroristische Angriffe zu fürchten, stimmen, zusammen mit kleineren Gangstern, aus voller Brust ein in den Chor der “zivilisierten Welt”, der den Anti-Terror-Song schmettert.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Ein Blick auf dieses Panorama zeigt schon, dass es den “Terror” als solchen nur als Science-Fiction-Vision gibt und dass der reale immer handfeste politische Hintergründe und Ursachen hat. Und auch, wenn es den Amerikanern unter größten Anstrengungen gelingt, bin Laden zu erwischen und die “Al Q’aida” zu zerschlagen, ohne eine Kettenreaktion zu verursachen, die die ganze Region hoch gehen lässt, ist noch keins der Probleme gelöst, die immer neue Heere von solchen “Gotteskriegern” erstehen lassen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;NEFFE&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; macht wirklich Freude. Er interessiert sich fürs Trommeln und wir haben neulich auf dem Küchentisch rumgegrooved. JAHRGANG 2000 - in was für fernen Welten mag er noch aufwachen?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Das Verhältnis Onkel/Neffe hat etwas Besonderes. Es ist unverbindlicher als das zwischen Vater und Sohn, dennoch von einer gewissen genetischen Bedeutung, was ja manchmal zu den interessantesten Verwicklungen führt. Für einen gewissen Schauplatz der Weltliteratur ist dieser Verwandtschaftsgrad von ganz exklusiver Bedeutung: ENTENHAUSEN. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;DIE ÜBERSCHALLJÄGER DER FREIHEIT &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;sind vollgetankt – “die Zeit läuft ab...”&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Die Gedankenpolizei hat Wickert am Wickel und die allgemeine Stimmung schwankt zwischen “back to normal” und angespannter Erwartung. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Die WM-Qualifikation war das Thema des Wochenendes. Die GRÜNEN sind auf der letzten Etappe ihres Marsches in die Überflüssigkeit.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Arial;" &gt;Es sind freundliche, milde Tage in Hamburg, mit gestochen klarer Luft, in der sich die sich färbenden Blätter kaum bewegen.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-8656652542093370270?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/8656652542093370270'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/8656652542093370270'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2001/09/ein-schwarzer-september-geht-zu-ende.html' title='Sonntag, 30.09.2001'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-6243750446777836378</id><published>2008-07-05T12:29:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:31:42.064+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 28.10.2001</title><content type='html'>&lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoBodyText"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;WINTERZEIT.&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; Irgendwie ist die geschenkte Stunde bei mir nicht so richtig angeschlagen – ich könnte schlafen bis zum Frühjahr. Ich träume von BALI. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoBodyText"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Das Surren der Klimaanlage, Insekten fast so groß wie Modellflugzeuge, in den verwegendsten und schillerndsten Farben. Das unwirkliche Grün der Vegetation, der schwebende Klang der Glöckchen, das Knattern der Mopeds. Am Strand spielen die Jungs einen technisch guten Fußball und in der Aussie-Surfer-Bar gleich hinter der Promenade finden sich die Liebhaber der einheimischen Pilze ein, um sich die Dosis zu verabreichen, die den ohnehin schon unglaublichen Sonnenuntergang in ein kosmisches Kopfkino verwandelt. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoBodyText"&gt;&lt;b&gt;&lt;span&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoBodyText"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;DIE USA&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; wundern sich über den Widerstand der Taliban. Dieser sei hartnäckiger als erwartet. Damit konnte nun wirklich niemand rechnen, man kannte die Afghanen ja bis jetzt nur als Weicheier. Und jetzt das, wo doch schon alles weggebombt ist. Wirklich komische Leute. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoBodyText"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-size:12;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;ZU WENIG BEWEGUNG&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; verursacht mir Rückenprobleme. Manchmal habe ich morgens das Gefühl, ich würde in der Mitte durch brechen. Das ist unerfreulich und führt zu guten Vorsätzen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;AM FREITAG&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; war in Deutschland Milzbrandalarm. Komische Pakete lagen im Wald herum und in einer thüringischen Kleinstadt tauchte ein Pulver-Brief mit dem Absender “Achmed, Islamabad” auf. Nach ersten positiven Anthrax-Tests (wer die bloß gemacht hat?) drehten die Medien durch und brachen in lautes Geschrei aus. Am späten Abend war dann klar, dass es doch nicht Milzbrand war und in weiser Voraussicht hatte Harald Schmidt bei der Aufzeichnung seiner Show bereits festgestellt: “Die Leute wissen überhaupt nicht, wie viel Angst sie haben. Lesen die denn keine Zeitung?”&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;b style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;`COS WHEN THE LIGHTS ARE LOW&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Arial;" &gt; – and it’s time to go... aus irgendeinem Grund kommt mir “Need Your Love So Bad” von Fleetwood Mac in den Sinn, wahrscheinlich weil es November wird. Ich sehne mich danach, hier mal weg zu kommen und will im Januar unbedingt mit BABY nach Asien, vielleicht Thailand. &lt;/span&gt;&lt;span  lang="EN-GB" style="font-family:Arial;"&gt;Swing low... &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-6243750446777836378?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/6243750446777836378'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/6243750446777836378'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2001/10/winterzeit.html' title='Sonntag, 28.10.2001'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-7301048210062303258</id><published>2008-07-04T17:21:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:32:21.844+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 25.11.2001</title><content type='html'>&lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoBodyText"&gt;&lt;b style=""&gt;WÄHREND&lt;/b&gt; sich draussen Autoscheinwerfer auf dem nassen Asphalt spiegeln, haben WIR uns ins Innere zurück gezogen, zusammen mit einem Topf Suppe. Der Herbst mit seinen zähen, dunklen Sonntagen, Tage der trägen Sünden und des subtilen Verfalls. Der Herbst ist die Zeit des Verrats, der verbotenen Gedanken, die im besten Falle nie zu Taten schrumpfen. Ein Lachen im Treppenhaus, ein verstohlener Blick, Silhouetten hinter gelb erleuchteten Fenstern.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-7301048210062303258?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/7301048210062303258'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/7301048210062303258'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2001/11/whrend-sich-draussen-autoscheinwerfer.html' title='Sonntag, 25.11.2001'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-5351467064783248698</id><published>2008-07-03T12:37:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:33:30.161+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 08.12.2001</title><content type='html'>&lt;b style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:10;"  &gt;ZIEMLICH&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Arial;font-size:10;"  &gt; genau 6 Monate her, dass ich mit den “Osterstrassen-Papieren” begonnen&lt;span style=""&gt;                              &lt;/span&gt;habe. In einem meiner ersten Einträge sprach ich vom nahen Tod meiner OMA. Gestern abend ist sie nun gestorben, nach langer Umnachtung. Sie war zeitlebens eine ziemlich dominante, für viele Leute wohl eher schwierige Frau. Zu mir war sie fast immer sehr nett. Sie wohnte mit meinem Grossvater direkt bei einer großen Freifläche, auf der, oft während der Schulferien, die größte Kirmes der Umgebung statt fand und außerdem zwei Mal im Jahr ein großer Zirkus gastierte. So kam es, dass ich mit acht, neun Jahren öfters zu Löwengebrüll und trompetenden Elefanten einschlief. Tagsüber trieb ich mich auf dem Gelände herum, freundete mich mit den Tierpflegern an und machte mich im Elefantenzelt als Wasserträger nützlich. Wenn Kirmes war, erhielt ich von ihr 5 Mark “Kirmesgeld”, eine traditionelle Zahlung, die mich in die Lage versetzte, mit meinem Kumpel Uwe Himmelrath einige Fahrten auf der Raupe oder in der Geisterbahn zu machen. Meist blieb dann noch genug übrig, um je zwei kandierte Bratäpfel und riesige Tüten mit Waffelbruch zu verzehren und versonnen am Rand der Fahrbetriebe herumzustehen und dem Gekreisch der Teenies und den neuesten Chartbreakern von Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick &amp;amp; Tich oder Amen Corner zu lauschen. An Samstagabenden sah ich mit meinen Großeltern Kulenkampff und sonntags lief vor dem Mittagessen “Der internationale Frühschoppen”. Der Geruch der mittleren Sechziger ist mir am heutigen Tag besonders präsent, so wie der Geruch der kleinen, penibel aufgeräumten Wohnung und ihr ausgeprägtes Profil, das sich mit der grossen Nase scharf&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;vor dem Küchenfenster abhebt, während sie an der Spüle hantiert. 98 Jahre ist sie alt geworden.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-5351467064783248698?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/5351467064783248698'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/5351467064783248698'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2001/12/ziemlich-genau-6-monate-her-dass-ich.html' title='Sonntag, 08.12.2001'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-8859196924146731722</id><published>2008-07-02T12:50:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:34:35.279+02:00</updated><title type='text'>Mittwoch, 02.01.2002</title><content type='html'>&lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;DER ERSTE WERKTAG&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; in EUROLAND: Menschenschlangen vor den Bankschaltern, zum Teil bis auf die Strasse, wo die Leute in der Kälte von einem Bein aufs andere treten und dampfende Atemluft ausstoßen – alle in dem absurden Wahn, jetzt sofort ihre restlichen Deutschmarks umtauschen zu müssen. Schröder hat gemeint, dass nun ein “Jahrhunderte alter Traum” wahr würde, gepaart mit “grenzenloser Reisefreiheit”. Das klingt wie der erste Motorflug und die Maueröffnung an einem Tag. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;IM DEZEMBER&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; war ich viel unterwegs. Die Beerdigung meiner Oma hatte den Charakter eines großen Familientheaters, bei dem die Personen aus dem Halbdunkel der Familiengeschichte hervortraten. Da war meine immer schon etwas verrückte Tante Edith. Das letzte Bild, das ich von ihr im Kopf hatte, stammt von Anfang der 80er, als sie nach einem Konzert in einem schneeweißen Kostüm und mit einem wagenradgroßen Hut auf mich zu stöckelte. Als Kind habe ich ihre Art immer sehr faszinierend gefunden, diese Schrillheit des Geschmacks. Ihre Wohnung war eine Ausstellung des erlesensten Nippes, inklusive Italienromantik. Mein Onkel malte in seiner Freizeit, vornehmlich Landschaftsszenen, und an Sonntagen ging ich manchmal mit den beiden und dem Chow Chow spazieren. Sie lachte viel, wobei der Klang ihrer Stimme schon mal die Schmerzgrenze überschritt, während sie ein Likörchen nach dem anderen zwitscherte. Ich mochte sie, in den letzten beiden Jahrzehnten war sie völlig aus meinem Gesichtskreis verschwunden und ich freute mich, sie ziemlich munter anzutreffen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Auch der amerikanische Zweig der Familie war anwesend, inklusive meine beiden Vettern, Investmentbanker von Beruf. Vetter John, der ältere von beiden, ist besonders gerieben und mit Mitte Dreissig bereits steinreich. Der Junge ist konsequent diesseitig und oral veranlagt, er liebt deutsches Bier und Mettwurst, die er auch als Nebengang kommen lässt. Nach dem Essen fragte er mich, was ich denn vom amerikanischen Engagement in Afghanistan halte. Im Zuge der Unterhaltung bemerkte ich, dass ich mir vorstellen könnte, dass die “Allianz gegen den Terror” wohl bröckeln würde, wenn die&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;USA sich, wie angedroht, nun die nächsten “Schurkenstaaten” vorknöpfen wollten. &lt;/span&gt;&lt;span  lang="EN-GB" style="font-family:Arial;"&gt;“Don’t take this personal,” meinte er, “but I‘m sure we can take care of the whole thing on our own.” &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span  lang="EN-GB" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span  lang="EN-GB" style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;b style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;WEIHNACHTEN&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt; kam mir dieses Mal besonders lang vor.&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;Es war auch ein besonders bunter Reigen aus Fondue, Enkelmania und einigen emotionalen Eruptionen zu vorgerückter&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;Stunde. In der Nacht stand ich lange am Fenster...&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-8859196924146731722?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/8859196924146731722'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/8859196924146731722'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2002/01/der-erste-werktag-in-euroland.html' title='Mittwoch, 02.01.2002'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-6198048414635648657</id><published>2008-07-01T17:23:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:35:24.157+02:00</updated><title type='text'>Samstag, 12.01.2002</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;LETZTE WOCHE&lt;/span&gt; hiess es, Mullah Omar sei in Zentralafghanistan auf einem Motorrad auf der Flucht. Der zwar einäugige, aber dafür „zweitmeist gehasste Mann der Welt“ auf der Enduro: das Gesicht schurkisch verzerrt und immer wieder nach dem Turban greifend, prescht er über die steinige Piste. Am Himmel über ihm kreisen amerikanische Aufklärungsdrohnen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;AMERIKA&lt;/span&gt; – die Über-Macht. Ein autistischer Riese, der die Welt bewacht und ihr seinen Willen aufzwingt. Sicher, wer von uns würde auf den individuellen Spielraum, den ein politisches und ökonomisches System wie das westliche gestattet, verzichten wollen? Wir leben in vielerlei Hinsicht ein „amerikanisches“ Leben. Dennoch spüren wir in den tieferen Schichten unserer Psyche: Europa ist nicht Amerika. Es gibt zu viele Eigenheiten und Eigenschaften der amerikanischen Seele, die uns „fremdeln“ lassen. Da ist einmal die ungeheure Selbstbezogenheit, die Amerika auszeichnet. Dass eine Nation im Hinblick auf ihre psychologische Projektionsfläche sich selbst in einem Maße genug ist wie Amerika, ist in mancher Hinsicht neu und für Europäer so nicht nachvollziehbar. Zu sehr hing das Schicksal der europäischen Nationen voneinander ab, zu eng war der gemeinsame Raum, so dass selbst und gerade in Phasen des wahnhaften Nationalismus das Bewusstsein für die Existenz und die Beschaffenheit der Anderen stets hellwach war.&lt;br /&gt;Die Unbekümmertheit, mit der der amerikanische Riese Geschenke und Bomben verteilt, seine irgendwie präpotente, von keinerlei Selbstzweifeln angekränkelte Sieghaftigkeit mutet uns angesichts der apokalyptischen Szenarien, die die Völker Europas sich auf dem gemeinsamen Kontinent bereiteten, ebenfalls seltsam an. Auch das „Vietnam-Trauma“ Amerikas scheint längst überwunden. Die letzten, siegreichen und mit geringen eigenen Verlusten geführten Kriege haben Vietnam eher auf den Status eines, allerdings quälend langwierigen Betriebsunfalls zurückgeschraubt, zumal der Hauptgegner in diesem Konflikt, das rote Weltreich später unterging, ein verspäteter Sieg also.&lt;br /&gt;Die amerikanische Psyche verträgt, wie allerdings auch die der modernen europäischen Menschen, keine Dualität. Eine wechselseitige Bedingtheit von Gut und Böse als zwei Seiten ein und derselben Medaille als eine Tatsache des Lebens zu verstehen, fällt schwer.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-6198048414635648657?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/6198048414635648657'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/6198048414635648657'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2008/07/letzte-woche-hiess-es-mullah-omar-sei.html' title='Samstag, 12.01.2002'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-7887095809615620892</id><published>2008-06-30T12:52:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:36:25.147+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 20.01.2002</title><content type='html'>&lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;WAS IST LOS &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;mit bin Laden? Musharraf lässt verlauten, er sei wohl auf der Flucht an Nierenversagen gestorben, weil er die Dialysegeräte nicht mitnehmen konnte. Vor vier Wochen war es noch eine Lungenentzündung, die ihn hinweggerafft haben sollte. Und Mullah Omar? Vor zwei Wochen las man, er sei in Zentralafghanistan auf einem Motorrad auf der Flucht. Der zwar einäugige, aber dafür “zweitmeist gehasste Mann der Welt” auf der Enduro: das Gesicht schurkisch verzerrt und immer wieder nach dem Turban greifend, prescht er über die steinige Piste. Am Himmel über ihm kreisen amerikanische Aufklärungsdrohnen... &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;So grotesk sich manche Meldungen anhören, so&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;verstörend sind die Bilder von der “Haltung” gefangener Taliban- und Al-Q’aida-Kämpfer durch das US-Militär auf Kuba. An Händen und Füßen gefesselt, geknebelt, geblendet, ja sogar taub gemacht knien sie hinter Stacheldraht, unfähig zu jedweder Kontaktaufnahme. Gewiss sind diese Leute keine Chorknaben, die etwas über die Stränge geschlagen haben, aber diese Bilder tragen eine unsichtbare Überschrift: RACHE. Diese Männer haben nicht den Status von Kriegsgefangenen, aber als was soll man sie sonst betrachten?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-indent: 42.55pt; color: rgb(0, 0, 0);"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;IN BERLIN&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; gab es letzte Woche ein Wiedersehen mit den Jungs von der Band. Wir sprachen über eine mögliche Reunion des letzten EXTRABREIT-Line-Ups für einige Open Airs im Sommer. Der gute alte STEVE, der jetzt bei der TERRORGRUPPE&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;die Knüppel schwingt, ist inzwischen erblondet, hat sich aber ansonsten kaum verändert. Ein charmanter, leicht eigenbrötlerischer Junge. Inzwischen ist er ziemlich schwerhörig, aber was das betrifft, sind einige von uns Marshall-geschädigt. KLEINKRIEG lebt Tinnitus-bedingt “ein Leben mit Pfiff”, sozusagen mit einer ewigen Ilse Werner im Ohr und ich bin immer wieder überrascht, dass viele Leute Fernsehsendungen ohne Ton verfolgen können.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoBodyTextIndent" style="margin-left: 0cm; color: rgb(0, 0, 0);"&gt;&lt;span style="font-size:12;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoBodyTextIndent" style="margin-left: 0cm; color: rgb(0, 0, 0);"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;TOM&lt;/span&gt;&lt;/b&gt; &lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Arial;" &gt;war mit seiner kleinen Tochter da und mit seinem Gangster-Habitus auch ganz der alte. Sein erster Blick ging zu meiner Uhr und der zweite prüfte den Anzugstoff. Später tauchte noch mein alter Kumpel HARRY mit seinem Sohn ELVIS auf. Der alte Hasardeur hat sich offenbar gut von seinem Höllenritt mit MR BROWNSTONE erholt und sieht langsam wieder Land. Obwohl es ganz nett war, den Geruch des alten Turfs mal wieder in der Nase zu haben, kann ich nicht sagen, dass es mich zurück zieht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoBodyTextIndent" style="margin-left: 0cm; color: rgb(0, 0, 0);"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;b style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;JETZT BEGINNT DIE ZEIT&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Arial;" &gt;, in der der Winter immer länger und zäher wird. Ich denke, dass es in diesem Jahr zu einer Weichenstellung kommt, die das leicht Surreale meiner gegenwärtigen Existenz in einen handfesteren Aggregatzustand überführt. Ich befrage zwar nicht die Sterne, aber wenn es hier in der Nähe ein Orakel gäbe, würde ich vielleicht mal hingehen...&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-7887095809615620892?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/7887095809615620892'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/7887095809615620892'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2002/01/was-ist-los-mit-bin-laden-musharraf.html' title='Sonntag, 20.01.2002'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-809154210741680295</id><published>2008-06-29T17:32:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:37:21.212+02:00</updated><title type='text'>Montag, 04.02.2002</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;ZWEI TRAURIGE NACHRICHTEN&lt;/span&gt; prägten die letzte Woche: am Mittwoch starb Carlo Karges, Songschreiber und Gitarrist der ersten Nena-Band, der zuvor ein halbes Jahr mit Extrabreit gespielt hatte und am Freitagmorgen Hildegard Knef, mit der ich in einer ganz anderen Ära eine gemeinsame Sternstunde hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;HILDE&lt;/span&gt;, die ich Zeit meines Lebens in erster Linie als Sängerin, Texterin und Schriftstellerin wahrgenommen habe, hat mich bereits mit 13,14 in ihren Bann gezogen. Oft lauschte ich nachts ihren Platten aus den 60ern, ihre romantische Desillusioniertheit, ihre lakonische Sprache und ihre angelebte Stimme liessen mich Einiges vom Leben ahnen, Dinge, von denen ich auch in der Praxis erfahren hatte, als ich sie über 20 Jahre später dann persönlich traf. Anlass war unsere geplante Zusammenarbeit bei der Extrabreit- Version von „Für mich soll’s rote Rosen regnen“.&lt;br /&gt;Sie saß an einem kleinen Fenstertisch im Pianosalon eines eleganten Hotels in Wiesbaden, rauchte aus der Spitze und musterte jeden Einzelnen von uns mit ihren Scheinwerferaugen, während ihr grosser Mund ein amüsiert-ironisches Lächeln produzierte. Dann knurrte sie: „Hallo Jungs!“  Wir machten ein paar Fotos zusammen und ihre flachsige Art liess sehr schnell ein lockeres, kollegiales Verhältnis entstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Knef war ein starker Charakter, eine Frau mit grosser intellektueller und seelischer Bandbreite, von sarkastischem Humor und auch Zoten nicht abgeneigt. Die Chemie zwischen uns stimmte, was man den Aufnahmen, den gemeinsamen TV-Auftritten und auch dem schönen Videoclip von Marcus Rosenmüller anmerkt. Bei Pressekonferenzen hatte man allerdings keine Schnitte gegen sie, die Gelegenheit, die grosse öffentliche Aufmerksamkeit zu i h r e r Show zu machen, liess sie sich nicht entgehen, getreu ihrem Motto „Wer Luft holt, hat schon verloren“. Ihren Redefluss zu unterbrechen, hätte ich als ungalant empfunden und schliesslich ist und bleibt „Rote Rosen“ ja auch eine Hommage an sie. Abends in der Hotelbar, wo ich mit ihr und ihrem überaus sympathischen Mann Paul von Schell öfters zusammen saß, war sie eine interessierte und höchst amüsante Gesprächspartnerin. Wir sprachen über ihre Zeit in Amerika, Marlene und einige ihrer Songs, z.B. „Insel meiner Angst“, das schon als Teenager  eine dunkle Faszination auf mich ausgeübt hatte. Sie, die ja auch nie ein Kind von Traurigkeit war, interessierte sich für mein Liebesleben und auch mein Drogenproblem, das damals noch nicht lange hinter mir lag.&lt;br /&gt;Zu dieser Zeit war sie spindeldürr und sehr zerbrechlich, bei den Proben zu einem Auftritt im „Schmidt’s Tivoli“ hätte ich sie einmal mit einer etwas ungestümen Bewegung beinahe von der Bühne katapultiert. Sie bestand darauf, ohne Brille die Bühne zu entern, weswegen ich die quasi Blinde eingehakt zu ihrem Mikrofon manövrierte. Auch damals war sie, wie die Hälfte ihres Lebens, nicht gesund, aber auf sie mag wohl das zugetroffen haben, was in der Literatur manchmal als „Krankheit als Motor der schöpferischen Kraft“ beschrieben worden ist. In den Jahren danach bin ich ihr noch ein paar Mal begegnet, zusammen mit Paul von Schell, dem mein Mitgefühl gilt. Die „Mopo“ brachte eine charmante Schlagzeile zu einem grossen Starfoto: „Für sie wird’s rote Rosen regnen“. Davon gehe ich aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;CARLOS TOD&lt;/span&gt; hat mich noch in anderer Weise berührt und bestürzt. KLEINKRIEG rief mich am Mittwochmorgen an und erzählte, dass er in der Nacht zuvor Im UKE in Hamburg ziemlich elendig gestorben ist. Der Autor von Nenas größten Hits hat sich in den letzten Jahren systematisch zu Tode gesoffen.&lt;br /&gt;Carlo Karges, ein kleiner, damals noch drahtiger Zigeuner mit einem hübschen Teenybopper-Face tauchte im Frühjahr 1980 in Hagen auf. Unser zweiter Gitarrist war ausgefallen und auf Vermittlung unseres Verlegers sollte er diesen bei einigen Gigs ersetzen. Carlo hatte die Aura des zwar mittellosen (alles, was er besaß, passte in einen kleinen Reisekoffer), aber unbedingt von sich und dem unausweichlichen Erfolg überzeugten Künstlers. Er spielte recht ordentlich Gitarre, aber seine Stärke lag noch mehr in seinem Willen zum Pop. Er blieb ein paar Monate bei der Band und ist auch auf unserem ersten Album zu hören, besonders das von mir besonders geschätzte „110“ hat er entscheidend mitgestaltet. Da das Songwriting aber ansonsten eher eine Sache zwischen Kleinkrieg und mir war, ging er zurück nach Berlin, um seinen Traum vom Starruhm zu verwirklichen. Schon länger hatte er dabei auf die Bekanntschaft mit einem Mädchen gesetzt, das in jenem Sommer auf Rollschuhen bei einem unserer Gigs in Hagen auftauchte und mit der er drei Jahre später einen Welthit haben sollte. Damals war Carlo ein manchmal etwas träger, aber im Kopf ziemlich fixer Junge, „streetsmart“ und mit den Damen sehr charmant, weshalb er sich auch in den verschiedensten Städten irgendwo parken konnte. Wir beide verstanden uns recht gut, seine weltmännische Art faszinierte mich. Er brachte mir bei, wie man aus einer Streichholzschachtel kifft, wir teilten eine gemeinsame Leidenschaft für Comics, hingen zusammen in Straßencafes ab und sahen den Mädchen nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Mitte der 80er besuchte ich ihn in der riesigen Villa hoch über Ibiza-Stadt, die er den Sommer über gemietet hatte. In rasendem Tempo war er zum lebenden Klischee eines Popstars geworden und unsere Unterhaltungen hatten im Gegensatz zu früher manchmal etwas Steifes und Gewolltes. Wenig später trennte sich die Nena-Band und Carlos Talfahrt begann. Als die SONY seine neuen Projekte ablehnte, schickte er dem Chef der Company ein riesiges Paket mit seinen zahlreichen Gold- und Platinplatten, die er zuvor mit einem Beil zu Kleinholz gemacht hatte.&lt;br /&gt;Zuletzt traf ich ihn 1995, kurz nachdem eine Reunion der Nena-Band gescheitert war. Er witterte verschwörerische Sektenaktivität hinter all dem und machte gerade einen neuen Versuch, eine eigene Band auf die Beine zu stellen. Danach hörte ich nichts mehr von ihm. Er hatte, auch wegen der vielen Coverversionen keine finanziellen Schwierigkeiten, sah aber „keinen Grund mehr aufzustehen.“ Es ist tragisch, dass ein smarter, talentierter Typ wie er die letzte Ausfahrt nicht genommen hat. Damals in Hagen ist er immer „aus Überzeugung“ auf die sonnige Seite der Straße gewechselt. An einem dieser Sommertage gab er mir ein Buch mit dem Titel  „Unfug des Lebens und des Sterbens“:&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-809154210741680295?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/809154210741680295'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/809154210741680295'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2002/02/zwei-traurige-nachrichten-prgten-die.html' title='Montag, 04.02.2002'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-7517949534585271479</id><published>2008-06-28T13:00:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:38:06.328+02:00</updated><title type='text'>Samstag, 09.02.2002</title><content type='html'>&lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoBodyText"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;BALD WIRD ES FRÜHLING&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; und in der Szene der Neureichen und Aus-welchem-Grund auch-immer-Berühmten dürfte sich ein neuer Frisurtrend durchsetzen: an prominenter Stelle fehlt ein Büschel, damit signalisiert man gleich “Ich war beim Haartest”. Das erspart lästige Unterstellungen und auf Nachfragen nach dem Ergebnis kann man erklären, dass dieses wegen der völligen Überlastung der einschlägigen Labors noch nicht vorliege. Aber allein die Tatsache, dass man sich der Prozedur unterzogen hat, dürfte ausreichen, um Zweifler verstummen zu lassen, ausgehend von der Annahme, dass das Daum-Syndrom ein Einzelfall war.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoBodyText"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Dass der dummdreiste Drecksack Schill ein Kokser ist, mag man eigentlich nicht glauben, zu schrill und kolportagehaft klingt die Geschichte. Wenn man allerdings die aus einem Sitzungsprotokoll nachträglich gestrichene Passage liest, in der Schill fordert, den Druck der Drogenfahndung auf die Szene zu konzentrieren, deren “Verelendungstendenzen” im Gegensatz zur “Schickeria- und Prominentenszene” die “Attraktivität Hamburgs” beeinträchtige, verschlägt es einem schlicht den Atem und lässt einen wieder alles für möglich halten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;b style="color: rgb(0, 0, 0);"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;NEFFE&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Arial;" &gt; läuft und spricht zwar noch nicht, legt aber bereits geheime&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Lager mit entwendeten Gegenständen an. Neulich machte er sich hartnäckig und auffallend an einem profanen Aktenordner im Regal zu schaffen. SCHWESTER, aufmerksam geworden, beförderte drei Löffel und zwei Feuerzeuge zu Tage. Am Ende wird er später noch Lufttaxis knacken...&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-7517949534585271479?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/7517949534585271479'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/7517949534585271479'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2002/02/bald-wird-es-frhling-und-in-der-szene.html' title='Samstag, 09.02.2002'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-8714848389318567869</id><published>2008-06-27T13:38:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:39:35.747+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 17.02.2002</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;AUF DEM ZAHNFLEISCH&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; robbe ich meinem langen Urlaub auf Sri Lanka entgegen, wo BABY und ich in der Nachbarschaft eines buddhistischen Kloster wohnen werden. Nicht daß ich da dann die Gebetsmühle drehen will, aber ich weiß, daß mir die Atmosphäre von Verinnerlichung und Langsamkeit Not tut. Lesen, Schwimmen, Schachspielen, Nachdenken, Vögeln. Schöne Aussichten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;AMERIKA&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;, unser autistischer großer Freund, droht dem Irak mit Invasion. Der “Kollateralschaden” der Kreuzzugs-Politik ist die weltweite Verschärfung der politischen und ethnisch-religiösen Gegensätze, ob in Israel, Pakistan, Indien oder sonst wo. In Belgrad wird Milosevic schon von denselben Leuten wieder gefeiert, die ihn vor Kurzem zur Hölle gewünscht haben, nur weil er die Stirn hat, der NATO in Den Haag die Stirn zu bieten. Dabei geht es auch um einen WDR-Film, der mich seinerzeit sehr beschäftigt hat. Obwohl inzwischen Zweifel an einigen Methoden der Autoren aufgekommen sind, steht nach wie vor im Raum, dass sich die NATO wie auch Fischer und Scharping gefälschter beziehungsweise gezielt falsch interpretierter Dokumente bedient haben, um die öffentliche Zustimmung zum Kosovo-Feldzug zu sichern. Es ging, um einen angeblich generalstabmäßig ausgearbeiteten Plan der Serben, alle Albaner aus dem Kosovo zu vertreiben und um Fotos angeblich durch Serben massakrierter Zivilisten, mit denen Scharping hantierte. Man musste auch an jene kuweitischen “Krankenschwestern” denken, die seinerzeit mit tränenerstickter Stimme von den Gräueln der Iraker berichteten und die später als von der CIA gecastet entlarvt wurden. Selbst, wenn man konstatiert, daß Milosevic und Saddam pathologische Lügner und Mörder sind, werfen diese Vorgänge, die wahrscheinlich nur die Spitze des Eisberges sind, eine Frage auf: WAS SOLL MAN GLAUBEN?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Scharpings Fotos und der “Hufeisenplan” jedenfalls lösten einen Sturm der Entrüstung aus und die breite öffentliche Meinung, die Stimmung des “Mannes auf der Strasse” bot die nötige Rückendeckung für das nun folgende dreimonatige Bombardement mit allen ökonomischen und humanitären Konsequenzen. Die Macht der (manipulierten?) Bilder...&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-8714848389318567869?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/8714848389318567869'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/8714848389318567869'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2002/02/auf-dem-zahnfleisch-robbe-ich-meinem.html' title='Sonntag, 17.02.2002'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-7311390014113843916</id><published>2008-06-26T17:34:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:40:30.717+02:00</updated><title type='text'>Donnerstag, 28.02.2002</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;DER GRAND PRIX D’EUROVISION&lt;/span&gt; hat in meinem Leben bisher eine eher untergeordnete Rolle gespielt, aber weil BABY neulich eine NDR-Reportage über die Vorbereitungen zur nationalen Vorausscheidung geschnitten hat, habe ich das Nerven zerfetzende Geschehen diesmal aufmerksamer verfolgt. Ich muss sagen, daß ich die Veranstaltung wie auch das mediale Getöse drum herum schön trashig, aber auch spannend und lehrreich fand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da war die inzwischen etwas angeschimmelte, aber im Vorfeld favorisierte Kelly Family, deren stämmige Front-Muhme sich untermalt von rasenden Engelschören eine Ballade rausquälte, die einem sämtliche Zahnfüllungen zog. Oder diese patenten jungen Christen von „Normal Generation?“, die auf so rührende Art -so wie diese patenten jungen Christen eben sind - ihrem rührenden Glauben mittels einer rührenden Kopie einer dieser schmachtenden Mittschnipp-Nummern  a la Backstreet Boys huldigten. Auch das (vom 11. September inspirierte) Duett von Bernhard Brink und Ireen Sheer war klasse, die beiden Betonköpfe des deutschen Schlagers zeigten dem modisch verirrten Jungvolk, was eine Hardcore-Harke ist, ohne Brusttoupet und ohne alle Ironie: „STEH AUF! STEH AUF UND SAG NEIN!!!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles lustig, alles nett, aber sicher nicht weiter erwähnenswert, wäre da nicht Ralph Siegel, DER PATE. Äußerlich wirkt er ein bißchen wie das debile Mitglied einer Räuberbande aus der Augsburger Puppenkiste, aber dieser Eindruck täuscht. Dieser Mann ist nicht nur ein komplett abgebrühter Mainstream-Komponist, sondern auch ein souveräner Kenner der medialen, politischen und massenpsychologischen  Mechanismen, die der Veranstaltung zu Grunde liegen. Auch wenn er sich in den letzten Jahren  den kreischigen Albernheiten von Eintagsfliegen wie Guildo Horn geschlagen geben musste, dieses Jahr ist er wieder Chef in der Manege.  Denn nach all dem überdrehten Lachsack-Pop und der ihre Verzicktheit nur mühsam unter Kontrolle haltenden Schnulzensirene Michelle sind nun wieder „Natürlichkeit“, „Einfachheit“ und „Glaubwürdigkeit“ gefragt. So kamen die patenten jungen Christen auf Platz 3 und die alte Bluesfregatte Joy Fleming auf Platz 2. Aber was könnte stimmiger wirken als eine blinde Sängerin, die davon singt, dass sie ohne Musik nicht leben kann. Corinna May singt wie ein Uhrwerk und bewegt sich wie eine mechanische Aufziehpuppe, es war ihr dritter Anlauf, einmal wurde sie unglücklich disqualifiziert und zu guter Letzt konnten sich die anständigen Deutschen emotional nicht mehr wehren und voteten sie auf Platz 1.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ich denke, dass die ganze Nummer tatsächlich auch gesamteuropäische Chancen hat. Normalerweise geht wohl eher ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein deutscher Teilnehmer den Grand Prix gewinnt, es sei denn, man singt in einem Rüschenkleid für den FRIEDEN oder aber als Blinder über MUSIK. Das Lied selber ist schmissig genug, um den Hausfrauen an Europas Bügelbrettern einen kessen Hüftschwung zu entlocken und passt wunderbar ins Formatradio. Nicht auszuschliessen, dass DER PATE den Pott zum zweiten Mal holt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;NEFFE&lt;/span&gt; bekam vorgestern ein Bobby-Car. Zwar weiss er noch nicht so richtig, wie er das Ding in Bewegung bringen soll, aber allein das Drauf-Sitzen und die Hupe kamen schon gut. Später spielten wir mit Hilfe eines Windeltuchs verstecken: Tuch über’n Kopf – Runterziehen – Ablachen. Wieder und wieder, 10 Minuten lang. Gute Gags kann man eben nicht oft genug bringen.&lt;br /&gt;Noch vor der Sprachphase tut er sich als begabter Geräusch- und Tierstimmenimitator hervor und ausserdem mag ich seine coole Art: als ich neulich mit ihm in der Videothek war, kläffte so ein kleiner Köter direkt neben seinem Kinderwagen los. NEFFE fixierte die Töle mit seinen Clint-Eastwood-farbenen Augen und bellte spöttisch zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;DER ASTRO-SCHOCK!&lt;/span&gt; Die Sternzeichen stimmten angeblich nicht, alles musste neu berechnet werden, aus Widdern wurden Fische und aus Schützen Skorpione. Das führte zu herben Enttäuschungen. In BILD erzählte eine Kostümbildnerin, dass sie gezielt mit einem Schütze-Kind nieder kam, das nun plötzlich Skorpion sein sollte: „Das finde ich überhaupt nicht lustig.“ Das arme Wurm. Nun musste die Geschichte der menschlichen Beziehungen neu geschrieben werden. Weltbilder gerieten ins Rutschen...&lt;br /&gt;Nach einem von BILD einberufenen „Astro-Gipfel“ gab es dann Entwarnung. Das bekannte Alt-Orakel Elisabeth Tessier, der bekannte alienköpfige Fernsehastrologe Wilfried Noe, der Kohl 1998 einen überwältigenden Wahlsieg vorausgesagt hat und ein weniger bekannter Sternentyp beschlossen, dass alles beim Alten bleibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber was macht denn nun wirklich den menschlichen Charakter, seine psychischen Eigenarten, seine Anfälligkeit für selbstzerstörerische Exzesse, seine sexuellen Präferenzen, sein Glück oder sein Unglück? Abgesehen vom mystischen Determinismus der Astrologie hat es dazu im 20. Jahrhundert vor allem zwei Ansätze gegeben: den „genetischen“ und den „gesellschaftlichen“. Letzterer wurde vor allem im Gefolge des Marxismus populär, wonach der Mensch, abgesehen von äusserlichen Attributen wie Haut- oder Haarfarbe ein reines Produkt seiner gesellschaftlichen Verhältnisse ist. Ob also Einer ein gemütlicher Liberaler, ein gewalttätiger Ehemann oder ein Säufer oder Mörder werde, hänge ganz allein von den bewussten Erfahrungen und konkreten Lebensverhältnissen ab.&lt;br /&gt;Analog zum Niedergang des Marxismus wurde in den letzten 20, 30 Jahren die „genetische“ Sichtweise des Menschen wieder höher gehandelt. Im Zuge der amerikanischen Zwillingsforschung wurden sogar der Vorname der zweiten Ehefrau, die Rasse des Familienhundes und die Form des Swimmingpools in einen ursächlichen Zusammenhang mit der genetischen Programmierung eines Menschen gesetzt.&lt;br /&gt;So wie das Pendel früher extrem zur „gesellschaftlichen“ Erklärung ausschlug, so zeigt es jetzt in die Richtung der umfassenden „genetischen Programmierung“.&lt;br /&gt;Dabei scheint uns die blosse Anschauung des Lebens doch zu zeigen, dass weder allein unsere Umwelt, Kindheit und soziale Lage unsere psychischen und sozialen Eigenarten erklären können, wie man oft gerade an der kompletten Unterschiedlichkeit von Geschwistern sehen kann, noch dass unsere Sozialisation gemessen an der Allmacht der Gene eine völlig untergeordnete Rolle spielt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotz des erbitterten Widerstands der „Rokoko-Marxisten“, wie Tom Wolfe die „politisch korrekten“ Linksliberalen nennt , ist die „Soziobiologie“ auf dem Vormarsch und der Glaube an die genetische Bestimmtheit so gut wie aller menschlicher Eigenschaften und Verhaltensweisen kennt kaum Grenzen. Und neuerdings scheint durch die Neurowissenschaften, die „Gehirnlandkarte“ der wissenschaftliche Blick auf das menschliche Bewusstsein, ja auf die „Seele“ frei zu sein. Wenn man allerdings bedenkt, dass ein einziger menschlicher Gedankensplitter ein millionenfaches und gleichzeitig in den verschiedensten Hirnregionen stattfindendes Synapsen-Feuerwerk ist, das kaum festzuhalten, geschweige denn nachzuvollziehen ist, weil das millionenfache Feuerwerk der nächsten Gedankenassoziation ein ganz neues Muster hat  und weil es eine schier endlose Kette von ständig variierenden millionenfachen Feuerwerken bedeutet, bevor ein einziger kurzer Gedanke gedacht ist, mit all den Bildern, Gefühlen, Erinnerungen, Prognosen und Erwartungen, die damit verknüpft sind, dann wird einem klar, dass eine „Landkarte“ des Gehirns noch keine des menschlichen Bewußtseins ist und erst recht nicht eine der „Seele“.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-7311390014113843916?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/7311390014113843916'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/7311390014113843916'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2002/02/der-grand-prix-deurovision-hat-in.html' title='Donnerstag, 28.02.2002'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-5719983701757711760</id><published>2008-06-25T17:36:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:41:09.367+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 03.03.2002</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;DER SÄNGER UND SONGSCHREIBER MICHY REINCKE&lt;/span&gt; hat in der WamS zu Protokoll gegeben, warum er keinen Fernseher besitzt: „Ich weiß, dass die Programmmacher das Ziel haben, süchtig zu machen und das lasse ich mit mir nicht machen.“ Hm. Ich bin, was das Fernsehen betrifft, absolut suchtresistent . Obwohl ich jobmäßig mit diesem Medium befasst bin, empfange ich im Moment nur über Zimmerantenne, d.h. ARD, ZDF, SAT.1,N3 und, bei Umschalten auf den Videorecorder, RTL. Im Großen und Ganzen reicht das aber, um meinen Bedarf zu decken: Nachrichtensendungen, Fussball, Dokus und hin und wieder einen Film. Ausserdem habe ich so einen ganz guten Querschnitt der deutschen Fernsehkultur, von relativ gediegen bis hemmungslos prollig. Wie gesagt, mein Fernsehkonsum hält sich sehr in Grenzen, dass man aber als Künstler dieses Massenmedium komplett ignoriert, macht für mich keinen Sinn, blendet man doch gleichzeitig einen wichtigen Teil der Erfahrungswelt der real existierenden Menschen aus. Die komplette Verzahnung des Fernsehens mit dem gesellschaftlichen Leben, die offensichtliche Dominanz  bei der Kristallisation öffentlicher Meinungen und Stimmungen – all das auszublenden, klingt für mich nach Elfenbeinturm. Dass Fernsehen süchtig macht, wie Reincke meint, mag ja stimmen, aber in einem so umfassenden Maße, dass er sich vorkommen muss wie ein  Abstinenzler in einem Meer von Säufern.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-5719983701757711760?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/5719983701757711760'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/5719983701757711760'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2002/03/der-snger-und-songschreiber-michy.html' title='Sonntag, 03.03.2002'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-2577651385077174518</id><published>2008-06-24T17:40:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:41:55.606+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 31.03.2002</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;DIE FAHRT DURCH DAS NÄCHTLICHE COLOMBO&lt;/span&gt; auf dem Weg zum Flughafen: Es ist das Vollmondfest. Die Menschen strömen in die Tempel, zünden Räucherstäbchen und unzählige kleine Lichter an. Über den Dächern segelt ein satter roter Mond. Die feuchtheiße Luft ist durchtränkt von würzigen Gerüchen: Benzin und Zimt, Meersalz und Curry. Erleuchtete Läden und Imbisskarren fliegen vorbei. Die Sinfonie aus  vielstimmigen Hupen, Rufen und Musikfetzen treibt die Nacht  voran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es waren Wochen sonnensatter Trägheit, aber auch ritueller Sportlichkeit – vom Meereswind durchwehte, träumerische Tage und vom Brandungsrauschen umspülte schweissgecremte Nächte. SRI LANKA, die „Leuchtende“. Die Singhalesen sind ein stolzes, zur romantischen Selbstüberschätzung neigendes Volk. Auf den Streichholzschachteln ist eine Weltkugel abgebildet, auf der die Insel, die etwa so groß wie Bayern ist, dominierend und völlig überproportioniert im indischen Ozean thront. Daß „das Blut des Löwen“ (singha = Löwe; lee = Blut) in ihren Adern fliesst, fassen die Singhalesen keineswegs bildhaft auf. SRI LANKA ist eine Welt, die einen prallen, überreifen Zauber verströmt, aber auch voller innerer Widersprüche ist -  schillernd zwischen Armut und Anmut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nerven zerfetzende Fahrt von Colombo in den Süden: Es ist Landessitte, buchstäblich überall zu überholen, auch in den uneinsehbarsten Kurven. Auf die Spitze getrieben wird die Action, wenn nicht nur die entgegenkommenden Trucks mit ihrem Gehupe und wildem Fernlichtflackern unsere Aufmerksamkeit fesseln, sondern die Situation noch durch wendende Tuc Tucs (eine Art Motorroller-Rikscha), kreuzende, mit zwei Leuten besetzte Fahrräder und auf der Fahrbahn stehende Kühe komplettiert wird. Es ist ein Gefühlscocktail aus übermüdeter Schicksalsergebenheit und jähen Adrenalinstößen. Zwischen Slumdächern blitzt immer wieder der phosphoreszierend grüne indische Ozean auf. „Mister Anton“ zeigt uns stolz das riesige neue Kraftwerk, das zwar seit Jahren fertig, aber aus unklaren Gründen nicht in Betrieb ist, weshalb das Leben  morgens und abends einige Stunden durch Kerzen, Gaslampen und Notstromaggregate gespeist wird. „Power Cut“ – der erste SRI-LANKA-Begriff, den man lernt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Moment trifft man dort nur wenige Touristen. Die Selbstmordattentate auf dem Flughafen von Colombo im letzten Jahr haben den ohnehin dünnen Strom von westlichen Reisenden zu einem dünnen Rinnsal verkümmern lassen. Das, obwohl in dem seit 20 Jahren dauernden Bürgerkrieg zwischen der singhalesischen Armee und der Volksgruppe der Tamilen seit drei Monaten ein Waffenstillstand hält. Friedensverhandlungen mit den ursprünglich aus Indien stammenden und im Gegensatz zu den buddhistischen Singhalesen hinduistischen Tamilen haben begonnen. Überall ist vorsichtiger Optimismus spürbar, daß der ermüdende Krieg, der von keiner Seite gewonnen werden kann, nun ein Ende hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der turmhohe Buddha, in dessen Innerem unzählige Szenen aus den 500 Leben des Erleuchteten abgebildet sind, die Streifzüge durch die Dschungeldörfer, die Albino-Meeresschildkröte, der türkisgrüne Eisvogel, die alten holländischen Münzen, die ich in der Nähe des Forts von Galle erstanden habe, der delikate Lobster, die Friedhöfe am Strassenrand: eine schwarzbraune Kuh grast zwischen gekachelten Grabsteinen, über einen ist Wäsche zum Trocknen gehängt, auf zwei anderen sitzen rauchend junge Männer, die auf den Bus warten. Die Star-Wars-Hupe unseres Tuc Tucs, das erhobene Kinn der eleganten Frauen von Matara, die Prozession der Dorfkinder, die uns anstarren wie ein Kalb mit zwei Köpfen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-2577651385077174518?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/2577651385077174518'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/2577651385077174518'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2002/03/die-fahrt-durch-das-nchtliche-colombo.html' title='Sonntag, 31.03.2002'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-4494945219932868055</id><published>2008-06-23T17:41:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:42:47.112+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 28.04.2002</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;IM RAUSCH DER SINNE&lt;/span&gt; beim 4:3 des BVB hier in Hamburg. Ich bin mit ein paar HSV-Fans da und wir kommen gerade rechtzeitig zum Anstoss. Die Arena vibriert, das Tier will los, es streckt sich vor dem Sprung und dann läuft das Spiel. Borussia  von Anfang an mit Dynamitfussball, aber Hamburg versteckt sich nicht. Ich stehe inmitten von Schwarz/Weiss/Blauen, dem Keil aus Dortmundern gegenüber und die schwarz/gelben Angriffswellen rollen auf mich zu. Amoroso, katapultschnell, dringt in den Strafraum ein und wird gelegt: Elfmeter für Dortmund, zusätzlich Platzverweis. Beleidigungen und Kunsstoffbecher regnen von den Rängen: Schwuler Pianist! Arschficker! Drüben, auf der anderen Seite weiss man: glasklarer Elfmeter und klassische Notbremse, ausgezeichneter Schiri. Dann, beim Stand von 2:0 für Dortmund Elfer für den HSV, Gelb/Rot für Wörns. Von hier aus schwer zu erkennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anschlusstreffer! Der versprengten Dortmunder Kolonie links von mir recken sich Fäuste entgegen. Nach dem ersten Elfmeter hat es dort ein bisschen Geschubse mit ein paar HSV-Jungs gegeben, eine Abteilung Grüne, die in ihren Gelenkpanzern wie Robocops aussehen, hat Ruhe geschaffen. Die vielleicht 30 Schwarz/Gelben schauen betont desinteressiert zum Anstosspunkt. Halbzeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zehn gegen zehn, das gibt für alle mehr Platz und die Torszenen wechseln wie das Wetter. Als Borussia durch einen linken Hammer von Amoroso das 3:1 macht, bricht die Sonne durch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;84. Minute: Jan Koller, Herr der Lüfte und virtuoser Billardfussballer, hat, von Otto Addo cool bedient, zum 4:2 eingeschoben. In Nürnberg liegt Leverkusen immer noch zurück. Im Ruhrgebiet hüpfen die Herzen. Kann es sein? Hunderte von Handys sind jetzt in Betrieb. Meine Hände in den Manteltaschen werden feucht.&lt;br /&gt;90: Jürgen Kohler, der Stählerne aus Volkes Mitte, lässt Erik Meijer zu viel Raum und der zieht den Ball in weitem Bogen aufs Tor. Lang und länger wird er und Lehmann fliegt und fliegt. 4:3.&lt;br /&gt;Aus! Rosicky drischt den Ball auf die Tribüne, die Dortmunder Bank stürmt aufs Feld, das kann nur eins bedeuten: in Nürnberg ist Schluss und Leverkusen hat vergeigt. Sekunden später die Bestätigung von Labbi, der am Handy hängt. Unfassbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schicke DROESE eine „Heja, BVB“-SMS und als ich im Auto sitze, ruft er schon an.&lt;br /&gt;Ich kann mir sein Haifischgrinsen gut vorstellen, als er mir dunkel von der Stärke WERDER BREMENS und dem BAYERN-Mythos spricht. Ich erkläre ihm, dass die schwarz/gelbe Kobra nächste Woche den tödlichen Biss setzen wird, so wie es ihre Natur ist. Dann geraten wir in ein Funkloch.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-4494945219932868055?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/4494945219932868055'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/4494945219932868055'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2002/04/im-rausch-der-sinne-beim-43-des-bvb.html' title='Sonntag, 28.04.2002'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-3201726279440399825</id><published>2008-06-22T13:38:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:43:30.657+02:00</updated><title type='text'>Samstag, 18.05.2002</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;SCHWER WAS LOS&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; in den Fussball-Final- Wochen. Erst die göttliche Gnade der Erfüllung meiner Prophezeiung, dass meine Borussia die Schale holt. Bremen niedergefightet und am Ende die Extase, Tränen der Rührung und des Glücks im Ruhrgebiet. Beim Abpfiff entrang sich mir ein Schrei der Erlösung, aus der Tiefe meines Bauches stieg er auf und wurde dann aus vollster Lunge ausgesungen, lang und endgültig. Lupenreines Glück. Ich war so aus dem Häuschen, dass ich abends mit BABY und SCHWESTER tanzen ging. Eine rauschende Ballnacht, die erst in der Morgensonne endete, mit einer sanften Landung in frühlingsprallen Kissen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Auch das verlorene UEFA-Cup-Finale konnte mir die Stimmung nicht vermiesen. Der finale&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Fehltritt Jürgen Kohlers, des “Eros Ramazotti für die Stehplätze” (Süddeutsche Zeitung) unterstrich einmal mehr die Tendenz des Fußballspiels, die perfekteste Art des großen Dramas zu bieten, indem es in Sekundenschnelle strahlende und tragische Helden gebiert, dabei nur den unbekannten Regieanweisungen des “Fussballgottes”” folgend. Dessen Identität ist allerdings verwirrend dualistisch, denn einerseits wird der eindeutig fleischliche Kohler als solcher verehrt, andererseits erfährt dieser Gott aber die allgemeine Anrufung als übergeordnete, metaphysische Instanz.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Dieses Kuddelmuddel ist&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;theologisch unsauber. Mein pragmatischer Vorschlag ist, sich hier analog zur christlichen Lehre zu verhalten und Kohler als Sohn dieses Gottes zu interpretieren, der auf die Erde kam, um die Sünden Effenbergs und der ganzen pomadigen Mischpoke auf sich zu nehmen. Dazu passt die Kreuzigungsszene in der 31. Minute in Rotterdam und es hätte nicht überrascht, wenn Kohler angesichts des blutigen Rots der ihm entgegengestreckten Karte den Blick unter der Dornenkrone zum Himmel erhoben und gefragt hätte: “Mein Vater, warum hast du mich verlassen?”&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Und Leverkusen? Es gibt eben nichts Gutes, außer man tut es. Dafür haben sie sich aber wenigstens im Champions-League-Finale gut verkauft. Ob die Voraussage des gehässigen Uli Hoeness eintrifft, wonach “die in der nächsten Saison keine Rolle spielen”, wird man abwarten müssen. Wie immer es auch kommt, Calmund wird es uns erklären. Schade, dass der Titel “Meister der Herzen” schon vergeben war, auf diese griffige Formel musste Calli leider verzichten und mit so umständlichen Wendungen wie den “vielen Sympathien, die uns zugeflogen sind” arbeiten. Auch die resigniert-zeitkritische Bemerkung, dass “in unserer Gesellschaft eben nur Titel zählen”, wird vielen Mühseligen und Beladenen einen solidarischen Seufzer entlockt haben. Selten wurde der Nimbus der allseits geliebten Verlierer so vehement beschworen und so steht Calmund am Ende zwar nackt, aber mit&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Küssen tapeziert im Mittelkreis.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;FÄLLT EINEM ZU ERFURT WIRKLICH ETWAS EIN? &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Die Ursachenforschung läuft auf Hochtouren und doch scheint es, dass jede “Erkenntnis” bloß neue Fragen aufwirft, irgendwie passt das alles nicht oder zu gut zusammen. Auch bei näherer Betrachtung wirkt dieser Junge wie hunderttausend, wenn nicht Millionen andere, von denen viele vielleicht mit noch ganz anderen Frustrationen zu kämpfen haben. Was macht den entscheidenden Unterschied? Sicher nicht die Computerspiele.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Wenn nur ein Prozent dieser Menschen ähnliche Konsequenzen wie Steinhäuser ziehen würde, hätten wir ein Szenario, das “Dantes Inferno wie ein müdes Gefunzel mit Taschenlampen aussehen ließe” (KLEINKRIEG).&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Früher waren Amokläufer typischerweise zwischen 40 und 50, die Gemetzel aber nicht weniger grässlich, im Gegenteil. 1964 stürmte in Köln-Volkhoven ein 42-jähriger mit einem selbst gebastelten Flammenwerfer und dem Ruf “Ich bin Hitler, der Zweite!” seine ehemalige Schule und tötete wahllos 8 Kinder und 2 Lehrerinnen, anschliessend sich selbst. Für die, die mit schweren Verbrennungen überlebten, begann das Martyrium erst. In diesem wie auch dem Fall von Steinhäuser steckt dahinter der Wunsch, ein negativer “Held” zu werden, ein sich selbst aus der Anonymität reißender Ruinierer, dessen Selbstmord nach vollbrachter Tat zum Plan gehört. Der “Feuerteufel von Volkhoven” taucht im selben Moment auf wie Andy Warhols Satz, “dass in der heutigen Zeit jeder 15 Minuten berühmt sein kann”. Wirklich auffällig ist aber, dass diese Leute in den letzten 20 Jahren immer jünger werden.1975, als ich so alt wie Steinhäuser war, hätte ein Schulverweis das eigene Prestige eher erhöht, zumindest nicht das Gefühl des endgültigen Scheiterns ausgelöst. Aber wer weiß schon, was wirklich in dem Fass war, das dadurch zum Überlaufen gebracht wurde? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;STAR WARS EPISODE II: &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Eine beispiellose Pixelorgie mit schönen Monstern, rasanten Flugmanövern und hin und wieder noch aufblitzenden Resten des Humors, der die Serie in ihrer Anfangszeit ausgezeichnet hat. Die Dialoge sind wie immer gnadenlos trivial, aber das muss so sein. Ein paar Figuren bleiben haften: der sinistre, vor Hinterfotzigkeit triefende Kanzler zum Beispiel oder der schmierige, vierarmige Wirt des Diners, dessen fusselbärtige Physiognomie an Arafat erinnert. Klasse war auch das einem Termitenbau ähnelnde Kolosseum, in dem sich die Massen geflügelter Insektenwesen zum großen Hinrichtungsspektakel versammeln. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;TIGER FRESSEN KEINE YOGIS&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; – so heißt ein Buch von Helge Timmerberg, in dem er Reisereportagen aus 20 Jahren gesammelt hat. Immer wieder überraschend, manchmal tiefsinnig, oft von sarkastischem Humor durchtränkt, dann wieder sensibel und voller Mitgefühl. Ein schönes Buch.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-3201726279440399825?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/3201726279440399825'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/3201726279440399825'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2002/05/schwer-was-los-in-den-fussball-final.html' title='Samstag, 18.05.2002'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-4110365607679644299</id><published>2008-06-21T13:39:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:44:33.405+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 09.06.2002</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;FÜR SECHS WOCHEN IN KÖLN, &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;wo ich schon mal von 1988 bis 91 gelebt habe. Meine zugedröhnten Jahre waren das, zwei Mal pro Woche ging es auf die A 4 über Aachen nach Heerlen in Holland, wo in einem unscheinbaren Reihenhaus mein Dealer wohnte.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Für den Fall, dass der wider Erwarten nicht zu hause war, hatte seine Oma immer eine Notration in einer Kaffeetasse auf dem Bord hoch über der Spüle gebunkert. Sicher nicht meine beste Zeit, andererseits aber auch spannend und voller skurriler Erlebnisse. Oft war FREDDIE, DER VOLLSTRECKER dabei und wenn wir auf dem Rückweg hinter der Grenze wieder einigermaßen sicheres Gelände erreicht hatten, klatschten wir uns ab wie Volleyballspieler nach dem Punkten. Ein paar Mal sind wir gefilzt worden, Dope-Hunde durchschnüffelten das Auto und wir mussten einen Vollstrip hinlegen, aber wie durch ein Wunder fanden die Plattfüße das Versteck nie. Es ging lange gut, aber einmal musste natürlich auch diese Serie reißen...&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Jetzt wohne ich direkt um die Ecke meiner alten Wohnung im belgischen Viertel und wenn ich, so wie heute, durch die Gegend streife, kommt mir so manches wieder in den Sinn. Ich mache hier eine Sache für den WDR, bis Mitte Juli, und es wird für einige Zeit mein letzter TV-Job sein. Es ist Zeit, wieder Musik zu machen, zu schreiben und zu zeichnen und ich freue mich drauf. KLEINKRIEG und ich haben am Freitag schon mal die Gelegenheit genutzt, im RAUSCH-Studio eine Nummer aufzunehmen, die als Bonustrack auf die Live-Doppel-CD drauf soll, die im September unter dem Titel “Das letzte Gefecht” erscheint, ein straighter Rocker mit dem Titel “Weisses Licht”. Vielleicht nicht&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;der Geniestreich, aber wenigstens ein Anfang und als Bonustrack ganz okay. Nachdem das Ding im Kasten war, zogen wir noch mit dem alten RAUSCH-Haudegen WOLLI DÜSE, der den Laden schmeißt, um die Häuser und dementsprechend lag ich gestern in Essig.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;DIE WM MACHT SPASS&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;, denn sie ist voller Überraschungen und Favoritenabstürze. Dass die Franzosen erst Mal auf Normalmaß zurecht gestutzt worden sind, ist erfreulich, wähnte sich die “Grande Nation” doch bereits unschlagbar. Was Arroganz betrifft, reichen den Welschen&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;wohl nur die Brasilianer das Wasser. Rivaldos Sterbeszene und seine anschliessende Ungerührtheit waren schlicht ekelhaft und der linke Vogel hätte für ein Spiel gesperrt werden sollen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Eher deppenhaft haben sich die Deutschen angestellt, als sie sich in der 93. noch das 1:1 durch die Iren fingen. Das konnte man kommen sehen und ich verstehe in diesem Fall auch Rudi nicht, der in der 90. Jeremies eingewechselt hat, als es Spitz auf Knopf stand. Dass es gefährlich ist, in solcher Situation einen “kalten” Spieler zu bringen, zeigte sich dann auch prompt, als der den entscheidenden Fehlpass spielte, der dem Ausgleich voran ging.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;EINFACH ZUM KOTZEN &lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;ist die sogenannte “Antisemitismus-Debatte”. Von mir aus könnte man Möllemann, Westerwelle und Friedman in einen Sack stecken und dann mit dem Knüppel drauf hauen, man wird immer den Richtigen treffen. Der Angeber Möllemann, der im trüben Wasser des “Rechtspopulismus” fischen möchte, sein prinzipienloser und schleimiger Chef Guido und die narzisstische Giftnatter Friedman: alles Leute, die die Welt nicht braucht... &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-4110365607679644299?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/4110365607679644299'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/4110365607679644299'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2002/06/fr-sechs-wochen-in-kln-wo-ich-schon-mal.html' title='Sonntag, 09.06.2002'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-8860074880066042947</id><published>2008-06-20T13:40:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:45:23.060+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 23.06.2002</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;DANKE DEUTSCHLAND!&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; Die kreuzfidele Kampagne zum 50. Geburtstag von BILD suggeriert vor allem eins: DEUTSCHLAND ist BILD und BILD ist DEUTSCHLAND.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Bei uns zu Hause gab es die BILD-Zeitung nicht. Meine trendgerecht eher zum gemäßigt Sozialdemokratischen neigenden Eltern hatten in den Sechzigern WESTFÄLISCHE RUNDSCHAU, SPIEGEL und STERN abboniert, hin und wieder lag sogar eine TWEN oder JASMIN herum. Wenn ich allerdings zusammen mit meinem Vater meine Großeltern mütterlicherseits besuchte, zu deren Grundnahrung das Blatt gehörte, sah ich ihn nach einer kurzen Anstandsfrist stets hinter den Seiten mit den knüppelgroßen Schlagzeilenlettern verschwinden. Diese Zeitung hatte etwas quasi-pornografisches, dem man sich nur auf sicherem Terrain widmen konnte, mit der man sich aber nicht in der eigenen sozialen Peergroup erwischen lassen wollte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;BILD hat sich nicht geändert, es ist immer noch die “pornografische” Sicht auf die Dinge, die das Erfolgsgeheimnis ist, hier ist alles völlig enthemmt, genüsslich werden Menschen und Schicksale, Blut und Sperma zu einem alle latrinenhaften Instinkte stimulierenden Cocktail verrührt. Noch immer wird nach Herzenslust denunziert (siehe Hollows Kommentar auf der Startseite), gehypt und platt gemacht. Noch immer ist das Blatt so reaktionär, dass es kracht, so pro-amerikanisch und pro-israelisch, dass man glauben könnte, es handele sich um eine Werbebroschüre des amerikanischen Aussenministeriums.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Neu ist allerdings, wie auch die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” schreibt, die wachsende Akzeptanz des Phänomens in gewissen Kreisen der “Intelligenz”, vor allem in der Medienbranche. Mit unverhohlenem Respekt spricht man von “The Tool”, dem ultimativen Instrument zur Manipulation der öffentlichen Meinung. Man amüsiert sich über manchen Vogel, den das Blatt abschießt, die “witzigen” Werbekampagnen oder auch die “unfreiwillige Komik” mancher Schlagzeile.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Gern wird auch darauf hingewiesen, dass z.B. die britische Boulevard-Presse doch “viel schlimmer” sei. So wird BILD zum “Kult”, zu einem Teil der Popkultur.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Das finde ich allerdings ziemlich grässlich. Das liegt nicht nur an der&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;sprichwörtlichen Infamie der BILD-Reporter, Ich erinnere mich nur zu gut daran, als die MEUTE damals (kurz nach dem “Rote Rosen”-Hit) nach dem Tod meiner Freundin Blut gerochen hatte. Ich war unauffindbar und so hielt man sich an ihre Familie. Ich hatte lange Telefongespräche mit ihrem ziemlich verzweifelten Bruder, bei denen wir fieberhaft überlegten, wie man die Hyänen loswerden könnte. Sie hatten der Familie versichert, dass man notfalls auch eine Woche vor Ort sein werde: “Wir bringen die Story auf jeden Fall, es ist besser für Sie, mit uns zu reden, bevor die Berichterstattung eine Richtung nimmt, die vielleicht nicht in Ihrem Interesse ist...” &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Es liegt auch nicht nur an dem dreisten Zynismus des aktuellen Chefredakteurs, der mit atemberaubender Frechheit verkündet, er sei ein “Streiter für journalistische Sorgfalt”, dem jede “Verluderung der Sitten” widerwärtig sei,&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;es gehe “schließlich um Menschen, die ohne eigenes Zutun ins Licht der Öffentlichkeit gerückt sind”.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Es liegt auch nicht nur an der offenkundigen Geistesgestörtheit von BILD-Kolumnisten wie der “Goldenen Feder” F.J. Wagner oder dem heillosen David Blieswood.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Das Erschreckendste an der ganzen Sache ist&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;eher die Tatsache, dass das Gerede von “THE TOOL” die Sache wohl annähernd trifft.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Die BILD-Zeitung ist ein Machtfaktor, der kaum zu überschätzen ist und sich mit ihr anzulegen, kann auf einer gewissen Ebene einem öffentlichen Suizid gleich kommen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;span style=";font-family:Arial;font-size:10;"  &gt;Trotzdem ist BILD nicht DEUTSCHLAND und umgekehrt.&lt;span style=""&gt;    &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-8860074880066042947?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/8860074880066042947'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/8860074880066042947'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2002/06/danke-deutschland-die-kreuzfidele.html' title='Sonntag, 23.06.2002'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-8842084929424488542</id><published>2008-06-19T13:41:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:46:03.692+02:00</updated><title type='text'>Dienstag, 30.07.2002</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;THE HEAT IS ON&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; – sogar in Hamburg und alle, alle sind sie draußen, sogar der Typ, der die Wohnung sonst nur verlässt, um zum Flaschencontainer zu gehen. Die Ischen zeigen, was sie haben und kräuseln im Vorübergehen kokett die Lippen, die öläugigen Gangster-Azubis in den tiefer gelegten schwarzen BMW versiegeln den Asphalt mit Reifengummi –zwischen zwei Quietschern schwappt kurz “Mr President” aus den offenen Wagenfenstern. Die SELTSAME FRAU von oben scheucht ihren rouladenförmigen,&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;hechelnden Hund zentimeterweise voran, BWL-Studenten und Marketing-Fuzzis verstopfen die Biergärten und freuen sich ihrer nichtsnutzigen Existenz. Im Überschwang offenbaren die Menschen nun alles: Tätowierungen und Krampfadern, Pin-Up-Brüste und Faltenärsche. Es ist Sommer.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;In meinem näheren Gesichtskreis brach nun allerdings zusammen mit der Hitzewelle ein anderes Inferno herein – initiiert von NEFFE. Der kleine Satansbraten entpuppte sich als hocheffizientes Wirtstier für üble Magen-Darm-Viren, die er wahrscheinlich aus der großen Bakterienkolonie, die nebenbei auch als KITA fungiert, eingeschleppt hat. Er selbst blieb völlig immun und verzehrte mit gutem Appetit grosse Mengen Blaubeerpfannkuchen, die mildtätige Nachbarn zur Verfügung gestellt hatten, während sich seine Eltern mit Magenkrämpfen im Bett wälzten oder sich den Kotzeimer in die Hand gaben. Es erwischte außerdem einen völlig unbeteiligten Zivilisten, einen Kollegen von SCHWESTER, der nur kurz da war, um ihren Computer zu reparieren sowie BABY, die bei unserer sonntäglichen Exkursion zum Spielplatz dabei war. Das nächste und bislang letzte Opfer war ein Freund, dem man die kleine Bio-Bombe als harmloses 1 1/2-jähriges Kind vorgestellt und zu einem ebenfalls ganz ungefährlich erscheinenden Spaziergang überredet hatte. Als sich die Nachtmahren der allgemeinen Körperöffnungs-Agonie nach 2 1/2 Tagen endlich verzogen hatten, blieb nur eine Frage offen: warum ich nicht?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Gedankenverloren saß ich mit NEFFE am Tisch und fütterte ihn mit Keksen, während mir diese Frage durch den Kopf ging. Wir grinsten uns an...&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;DIE MEINUNGSFORSCHER&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; reden Schröder schon mausetot und wenn man ehrlich ist, lassen die vier Jahre auch nur einen schalen Geschmack zurück. Sicher kann man dem alten Nebelwerfer nicht den Aktien-Crash und den Kollaps des Neuen Marktes vorwerfen (das war einfach Pech beim Timing), aber was gibt es denn auch nur annähernd Positives oder Gestalterisches zu vermelden? Innenpolitisch Stagnation, alles ist eher noch bürokratischer geworden, aussenpolitisch wackeln die Amis mit dem europäischen Schwanz.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Und die Grünen? In der Drogenpolitik keinen Schritt weiter, Trittin agiert mehr als Witzfigur, Fischer wirkt tragisch. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Wenn nun Stoiber kommt, wird sich natürlich nicht viel ändern, wahrscheinlich nur mit einem anderen rethorischen Anstrich versehen werden und vielleicht wird alles noch einen Tick konzernfreundlicher, sofern das überhaupt möglich ist. Und auch Guido, das alte Fun-Gespenst kann mich nicht wirklich erschrecken. Diese Krampe oder der doofe Scharping: was soll’s?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Der Fluch der Stagnation scheint über Deutschland zu liegen...&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoBodyText"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-size:12;"&gt;www.die-breiten.de:&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-size:12;"&gt;&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Das ist die offizielle EXTRABREIT-Homepage, auf die ich all die einlade, die sich für das Thema interessieren. Ab Samstag auf Sendung...&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-8842084929424488542?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/8842084929424488542'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/8842084929424488542'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2002/07/heat-is-on-sogar-in-hamburg-und-alle.html' title='Dienstag, 30.07.2002'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-4901763373537380999</id><published>2008-06-18T13:43:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:46:50.792+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 25.08.2002</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Auch in diesem August war wieder Popkomm&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;, Europas größte Musikmesse. Ich reiste nach Köln, um mit KLEINKRIEG ein paar Interviews anlässlich des im September erscheinenden Live-Bootlegs von Extrabreit zu geben und lief&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;am Nachmittag auch über die Messe, gespannt, wie sich die seit Jahren anhaltende Depression der Musikindustrie auf den Charakter des Events ausgewirkt hat. Und tatsächlich: Wo früher Sicherheitsvorkehrungen wie bei einem Castor-Transport herrschten, marschierte man jetzt unbehelligt durch einen Seiteneingang rein. Die Zahl der Aussteller war im Gegensatz zu früher überschaubar, die besonders schicken Stände der dot-coms natürlich längst von der Zeit getilgt. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Auf den obligatorischen Label-Parties&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; liess man sich aber nichts anmerken. Bei SPV gab es Konsens-Food und Easy-Listening-House, zu dem auch SPV-Chef Schütz engagiert abhottete. Ich fragte mich schon, wo der für die Hannoveraner typische Metal-Touch geblieben war, als zwei Protagonisten dieser Fachrichtung die Szene betraten. Doro Pesch, die Hüterin des Excalibur–Schwerts, kam nicht ganz überraschend in schwarzem Leder und auch der alte Fiedelfinger Yngwie Malmsteen hatte sich in dasselbe Material gezwängt. Zu Langhaar-Frisur und&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;einer Sonnenbrille, die die Bezeichnung “Sonnenbrett” verdiente, trug er links und rechts&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;zwei stoßstangenlippige, kajaläugige Metal-Keulen, wie sie in jedem antiken Lehrbuch stehen. Alles, wie gewohnt also und ich fühlte mich in meinen Verdacht bestätigt, dass Heavy-Metal-Fans die konservativsten Menschen der Welt sind.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Nicht mal konservativ&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;, sondern bis zur Schmerzhaftigkeit durchschnittlich ging es hingegen im BMG-Beach-Club zu. Über allem loderte ein gebläsegetriebenes Kunststoff-Feuer. Auch hier dasselbe Dance-Mucke, dazu konsumierte man aber gesponserte In-Getränke. Ein paar A&amp;amp;R-Typen und Producer des neuen Zuschnitts&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;dealten angeregt eine sogenannte Benefiz-Single zur&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Flutkatastrophe, gigantische Displays verkündeten Maffays schlichte Tabaluga-Weisheiten und Rudel von Soapstars und No-Angels-Klonen bestrichen das Gelände. Nur beim abschliessenden Koma-Saufen im Hyatt gegenüber merkte man, dass die Zeiten sich geändert haben: Wo sich früher prallleibige Promoterinnen zu den glasigen Blicken der Platzhirsche kreischend im Springbrunnen des Foyers wälzten und wo sich am Bartresen zugekokste IT- Vögel im Boomrausch die Champagnerpullen aus der Hand rissen, plätscherte diesmal der Brunnen unbehelligt und an der Bar wurde in ruhigem Takt Bier ausgeschenkt. Nun, die Umsätze der Musikindustrie sind seit 5 Jahren rückläufig und außer&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;der langweiligen “Copy Kills Music”-Lamentiererei&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;scheint der Branche dazu auch nicht viel einzufallen. Aber laut der Süddeutschen” könnte die Krise auch ihr&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Gutes haben. Im Hinblick auf ein im Herbst erscheinendes neues FEHLFARBEN-Album zitierte sie den alten Spruch “Bad times – good music”. Gebe es Gott...&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Zurück in Hamburg&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;, geriet ich dann mit BABY und ein paar Freunden zufällig auf eine “Hippie-Party” in so einem Promi-Bums in Eppendorf. Das erste, was ich sah, war das grinsende Antlitz des bekannten Geistheilers Dieter Bohlen, das zweite die zahllosen Che-Guevara-Poster an den Wänden. Ein paar Ischen hatten sich tatsächlich verkleidet, die große Mehrheit lutschte so langweilig aussehend wie immer an ihren Drinks und wippte mit dem Fuß zu “Samba Pa Ti”. Der Zugang zum unteren Speiseraum war durch Security-Typen verbarrikadiert, die das ganze Hippie-Feeling so richtig abrundeten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Noch bevor wir unseren Freidrink aufhatten, wechselten wir die Location.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-4901763373537380999?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/4901763373537380999'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/4901763373537380999'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2002/08/auch-in-diesem-august-war-wieder.html' title='Sonntag, 25.08.2002'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2649692615757508949.post-5256491254752245718</id><published>2008-06-17T13:44:00.000+02:00</published><updated>2008-07-20T17:47:28.783+02:00</updated><title type='text'>Sonntag, 08.12.2002</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Am 11. Oktober&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; starb mein Bruder. Ralf hatte in vielerlei Beziehung ein ganz anderes Leben als ich, litt sein ganzes Leben immer wieder an gemeinen und ungewöhnlichen Krankheiten. Immer, wenn er sich mit der ihm eigenen Zähigkeit aus einem solchen Tief wieder heraus gearbeitet hatte, folgte irgendwann der nächste Nackenschlag - ein zermürbender Zyklus, der seine Kraft am Ende wohl aufgebracht hat. Er starb mit 41 Jahren an plötzlichem Herzversagen– vor dem Fernseher sitzend.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Unser Verhältnis war nicht immer ungetrübt, oft fehlte ihm in seiner Lage das Verständnis für manche meiner Eskapaden und die Leichtfertigkeit, mit der ich, wie er es empfand, mit meinem Glück und meinen Möglichkeiten umging.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;In den letzten Jahren aber haben wir uns wieder mehr und mehr angenähert, wir telefonierten und sahen uns auch öfter. Seine ganz besondere Sicht auf die Dinge des Lebens habe ich immer mehr schätzen gelernt und seine Tapferkeit&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;gegenüber seinem eigenen Schicksal mußte ich mehr und mehr Respekt zollen. Unser beider Humor war gleichermaßen sarkastisch, am Ende kamen wir uns immer näher wie zwei Wanderer, die den Berg von verschiedenen Seiten erklimmen, um am Ende dieselbe Aussicht zu haben.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Einen Bruder und eben einen solchen zu verlieren, ist ein seltsames und lähmendes Gefühl, eine Weile schiebt sich immer wieder ein Vorhang aus tiefer Melancholie und Sinnlosigkeit vor die Pupille – wozu der ganze Hustle?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Seine Beerdigung war ein beeindruckendes und herzzerreißendes Erlebnis. Es waren nicht nur unglaublich viele Leute da, sondern es war vor allem ehrliches Bedauern und echte Traurigkeit in den Augen der Menschen. Er war eben ein sehr charmanter und beliebter Typ und in diesem Moment empfand ich in all der inneren Lähmung auch großen Stolz auf diesen ganz besonderen Menschen – meinen Bruder.&lt;span style=""&gt;     &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Krisenweihnacht 2002.&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; Aus Verzweiflung über Steuerterror, Rezession&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;und Arbeitslosigkeit stürmen die Menschen die Geschäfte, um im Kaufrausch Vergessen zu suchen...so kam’s mir jedenfalls gestern vor, als ich mich mit vorweihnachtlichen Absichten in die City begab. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Ob’s denn noch etwas wird mit der Bescherung für Saddam?&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; Oder muß das Silvesterfeuerwerk doch noch bis ins nächste Jahr verschoben werden? Die Bush-Crew fühlt sich ja so unantastbar, daß sie ungeachtet der Erkenntnisse irgendwelcher UN-Inspektoren, die im Irak rumkriechen, unverdrossen den Krieg vorbereitet. Diesen lästigen Bullshit mit den Inspektionen muß man halt mit machen – so what? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Währenddessen jongliert Putin, der ja im Windschatten der großen Anti-Terror-Kampagne versucht, Tschetschenien seinen “russischen Frieden” aufzuzwingen, mit “Referenden”. Dabei möchte er am Liebsten die Tschetschenen “noch auf dem Klo abmurksen”. In dieser Region pflegt man ja traditionell einen etwas derberen Umgang miteinander. Und in beiden Fällen geht es um etwas noch Wichtigeres als “Kampf gegen den Terror” oder territoriale Integrität. Es ist immer dasselbe Lied: “Öl ist ein ganz besond’rer Saft...” &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Gestern habe ich an der Osterstrasse&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt; NEFFE auf ein Kinderkarussell gesetzt – sein erstes Mal. Volltreffer. Er war von dem Ding nicht mehr runter zu bringen und drehte zu einer&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;American-Polka-Version von “Jinglebells” und Peter-Alexander-Weihnachtsliedern jubelnd eine Runde nach der anderen. Das alles war sehr witzig, so ein Murmeltier-Tag –Gefühl...&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2649692615757508949-5256491254752245718?l=osterstrassen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/5256491254752245718'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2649692615757508949/posts/default/5256491254752245718'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://osterstrassen.blogspot.com/2002/12/am-11.html' title='Sonntag, 08.12.2002'/><author><name>Die Osterstrassen-Papiere</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08089967260704262920</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry></feed>
